Zyklopie
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| Q87.0 | Angeborene Fehlbildungssyndrome mit vorwiegender Beteiligung des Gesichtes |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Zyklopie (von altgriechisch Κύκλωψ Kyklops „Kreisäugiger“) ist eine seltene Gesichtsschädel-Fehlbildung, bei der im Fötus die beiden Augenanlagen in einer knöchernen Augenhöhle (Orbita) verschmolzen sind. Bei einer inkompletten Verschmelzung der Augen in einer Orbita spricht man von einer Synophthalmie. Die Störung geht meist mit einer Holoprosenzephalie einher und stellt dann deren schwerste Ausprägungsform dar. Aufgrund der starken Fehlbildungen sind Zyklopen nicht lebensfähig. Zyklopie kommt sowohl beim Menschen als auch im Tierreich vor.
- 1 2 3 4 Eberhard Merz: Sonographische Diagnostik in Gynäkologie und Geburtshilfe: Lehrbuch und Atlas (Band 2: Geburtshilfe). 2. Auflage. Thieme Verlag, 2002, ISBN 3-13-701202-3.
- ↑ I. M. Orioli und andere: Cyclopia: an epidemiologic study in a large dataset from the International Clearinghouse of Birth Defects Surveillance and Research. In: American journal of medical genetics. Part C, Seminars in medical genetics. Band 157C, Nr. 4, November 2011, S. 344–357. doi:10.1002/ajmg.c.30323. PMID 22006661. (Review).
- ↑ József Tóth, Josef Hollerrieder, Peter T. Sótonyi: Augenheilkunde beim Pferd: Atlas und Lehrbuch. Schattauer, 2010, ISBN 978-3-7945-2638-3.
- ↑ Horst Wissdorf, Hartmut Gerhards, Bernhard Huskamp: Praxisorientierte Anatomie und Propädeutik des Pferdes. Schaper M. & H., 2002, ISBN 3-7944-0216-2.
- ↑ Erwin Dahme, Eugen Weiss: Grundriss der speziellen pathologischen Anatomie der Haustiere. Thieme Verlag, 2007, ISBN 3-8304-1048-4.