Éric Hélary

Éric Georges Roger Hélary (* 10. August 1966 in Paris) ist ein ehemaliger französischer Automobilrennfahrer. 1993 war er Gesamtsieger des 24-Stunden-Rennens von Le Mans.

Karriere

Éric Hélary begann seine Karriere im Kartsport und wechselte 1985 in die französische Formel-Ford-Meisterschaft. 1987 sicherte er sich den Meistertitel dieser Rennserie und stieg im folgenden Jahr in die französische Formel-3-Meisterschaft ein. Auch in dieser Rennserie gewann der junge Franzose die Gesamtwertung. 1990 blieb er auf einem Reynard-Mugen siegreich.

Über den Peugeot-Spyder-Cup kam Hélary 1992 ins Peugeot-Werksteam und gab sein Debüt beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. 1993 feierte es seinen größten Erfolg im Motorsport, als er zusammen mit Geoff Brabham und Christophe Bouchut im Peugeot 905 die Gesamtwertung dieses Langstreckenrennens gewann. Bis 2006 war Hélary regelmäßig für verschiedene Teams in Le Mans am Start und kam noch dreimal aufs Podium der ersten Drei. 1995 wurde er gemeinsam mit Bob Wollek und Mario Andretti auf einem Courage C34 Zweiter und 1997 auf einem McLaren F1 GTR, Dritter in der Gesamtwertung. 2006 pilotierte er einen Pescarolo C60, in dem auch der französische Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb saß, auf den zweiten Gesamtrang. 2006 kehrte er zu Peugeot zurück und wurde Testfahrer für den Peugeot 908 HDi FAP, um die Rückkehr der französischen Marke nach Le Mans vorzubereiten.

Ab 1994 fuhr Hélary auch Tourenwagenrennen und wurde Werksfahrer bei Opel in der französischen Tourenwagenmeisterschaft. Nach der Wiedereinführung der DTM im Jahr 2000 stieg er mit Opel auch in diese Rennserie ein. 2002 kehrte er nach Frankreich zurück und fuhr wieder in der französischen Tourenwagenmeisterschaft.

Im Oktober 2011 erklärte Hélary seinen Rücktritt als Fahrer,[1] kehrte aber 2014 zum aktiven Rennsport zurück. Er fuhr in Le Mans in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft und bestritt Rennen zur European Le Mans Series.

Statistik

Le-Mans-Ergebnisse

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1993 Frankreich Peugeot Talbot Sport Peugeot 905 Evo 1C Frankreich Christophe Bouchut Australien Geoff Brabham Gesamtsieg
1994 Frankreich Michel Hommell Bugatti EB110SS Frankreich Jean-Christophe Boullion Frankreich Alain Cudini Ausfall Unfall
1995 Frankreich Courage Compétition Courage C34 Frankreich Bob Wollek Vereinigte Staaten Mario Andretti Rang 2 und Klassensieg
1996 Frankreich Viper Team Oreca Chrysler Viper GTS-R Monaco Olivier Beretta Frankreich Philippe Gache Rang 21
1997 Deutschland BMW Team Schnitzer McLaren F1 GTR Niederlande Peter Kox Italien Roberto Ravaglia Rang 3
1998 Japan Toyota Motorsport Toyota GT-One Vereinigtes Konigreich Martin Brundle Frankreich Emmanuel Collard Ausfall Unfall
2002 Frankreich Pescarolo Sport Courage C60 Monaco Stéphane Ortelli Japan Ukyo Katayama Ausfall Motorschaden
2003 Frankreich Pescarolo Sport Courage C60 Frankreich Nicolas Minassian Frankreich Soheil Ayari Rang 9
2005 Frankreich Pescarolo Sport Pescarolo C60 Hybrid Frankreich Sébastien Loeb Frankreich Soheil Ayari Ausfall Motorschaden
2006 Frankreich Pescarolo Sport Pescarolo C60 Frankreich Sébastien Loeb Frankreich Franck Montagny Rang 2
2014 Frankreich IMSA Performance Matmut Porsche 997 GT3-RSR Frankreich Érik Maris Frankreich Jean-Marc Merlin Rang 32

Einzelergebnisse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6
1992 Peugeot Sport Peugeot 905 Italien MON Vereinigtes Konigreich SIL Frankreich LEM Vereinigtes Konigreich DON Japan SUZ Frankreich MAG
2
Commons: Éric Hélary – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Éric Hélary in der Driver Database (englisch)

Einzelnachweise

  1. Éric Hélary zurückgetreten (Memento vom 30. November 2011 im Internet Archive)