Bahnstrecke Avellino–Rocchetta Sant’Antonio

Avellino-Rocchetta Sant’Antonio
Haltepunkt Luogosano-San Mango sul Calore
Streckennummer (RFI):128
Kursbuchstrecke (IT):335
Streckenlänge:118,4 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
von Benevento
0,000 Avellino
nach Salerno
7,349 Salza Irpina
Parolise
10,730 Montefalcione
14,065 Percianti-Arianello
17,096 Montemiletto
20,782 Lapio
22,326 Taurasi
24,964 Luogosano-San Mango sul Calore
26,703 Paternopoli
29,732 Castelvetere
32,899 Castelfranci
37,040 Montemarano
40,796 Cassano Irpino
43,908 Montella
48,720 Bagnoli Irpino
54,395 Nusco
57,590 Campo di Nusco
60,963 Sant’Angelo dei Lombardi
63,749 Lioni
67,720 Lioni-Valle delle Viti
70,034 Morra De Sanctis-Teora
73,741 Sanzano-Occhino
79,510 Conza-Andretta-Cairano
Cairano
87,548 Calitri-Pescopagano
91,579 Rapone-Ruvo-San Fele
94,773 San Tommaso del Piano
99,096 Monticchio
100,931 Aquilonia
104,865 Monteverde
110,635 Pisciolo
von Potenza und von Gioia del Colle
118,720 Rocchetta Sant’Antonio-Lacedonia
nach Foggia

Die Bahnstrecke Avellino–Rocchetta Sant’Antonio ist heute eine Museumsbahn in Italien.

Geografie

Die Bahnstrecke verbindet die Provinzhauptstadt Avellino der gleichnamigen Provinz in der Region Kampanien mit dem Landesinneren. Ihre Trasse verläuft weiter in die Basilikata und nach Apulien.

Sie verläuft von Avellino aus zunächst in nordöstlicher Richtung und folgt nach 20 Kilometern dem Fluss Calore bis nach Montella. Anschließend folgt sie ab Lioni dem Flusstal des Ofanto. Ab Cairano verläuft die Strecke und der Fluss entlang der Grenze zur Region Basilikata und erreicht etwa 3 Kilometer vor dem Ende die Region Apulien. Aufgrund des Charakters einer Gebirgsbahn liegen die Bahnhöfe größtenteils weit von den namensgebenden Orten entfernt. Auf der Strecke fand ausschließlich Regionalverkehr statt. 2010, dem letzten Jahr des Regelbetriebs, dauerte eine Fahrt über die Gesamtstrecke 2:39 Stunden.[1]

Technische Parameter

Die normalspurige Strecke ist 118,4 km lang, eingleisig und nicht elektrifiziert.[2]

Geschichte

Die Strecke wurde in drei Abschnitten zwischen 1892 und 1895 dem Verkehr übergeben.[3]

Abschnitt[4] Freigabe Länge (km)
Monteverde-Rocchetta Sant’Antonio 29. März 1892 13,870
Avellino–Paternopoli 27. Oktober 1893 26,709
Paternopoli–Monteverde 27. Oktober 1895 78,150

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 wurde der Personenverkehr eingestellt.

2016 nahm die Fondazione FS Italiane, die sich um historisch interessante Bahnstrecken und den historischen Fahrzeugbestand der FS kümmert, im Rahmen ihres Programms Binari senza tempo den Betrieb mit Museums- und Touristikzügen auf.[5] 2017 wurde die Strecke aufgrund des Gesetzes Nr. 128 vom 9. August 2017 zusammen mit einer Reihe anderer Strecken als aus touristischen Gründen erhaltenswert eingestuft.[6] Am 25. August 2017 fuhr der erste Zug zwischen Rocchetta Sant’Antonio-Lacedonia und Lioni.[7]

Einzelnachweise

  1. Website der ital. Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello stato.it. Trenidicarta.it, abgerufen am 10. September 2010 (italienisch).
  2. Eisenbahnatlas Italien und Slowenien / Atlante ferroviario d’Italia e Slovenia. Schweers + Wall 2010. ISBN 978-3-89494-129-1, S. 79, 83, 84.
  3. Chronologische Aufzählung der Eröffnung von Streckenabschnitten der ital. Eisenbahn von 1839 bis zum 31. Dezember 1926. Trenidicarta.it, abgerufen am 10. September 2010 (italienisch).
  4. Chronologische Aufzählung der Eröffnung von Streckenabschnitten der ital. Eisenbahn von 1839 bis zum 31. Dezember 1926. Trenidicarta.it, abgerufen am 10. September 2010 (italienisch).
  5. Binari senza tempo auf der Homepage der Fondazione FS Italiane.
  6. Art. 2, Abs. 2 Legge 9 agosto 2017, n. 128: Disposizioni per l'istituzione di ferrovie turistiche mediante il reimpiego di linee in disuso o in corso di dismissione situate in aree di particolare pregio naturalistico o archeologico. (17G00141)
  7. Sponzfest-Express, Fondazione FS Italiane, abgerufen am 25. August 2017
Commons: Bahnstrecke Avellino–Rocchetta Sant’Antonio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien