Bahnstrecke Montréjeau–Luchon

Montréjeau–Luchon
Gleichstromlokomotive der SNCF-Baureihe BB 9300
mit Nachtzugwagen in Luchon (1992)
Streckennummer (SNCF):668 000
Streckenlänge:35,6 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:1925–2017: 1,5 kV =
Maximale Neigung: 15 
Streckengeschwindigkeit:90 km/h
Zugbeeinflussung:CAPI (elektron. Streckenblock)
Bahnstrecke Toulouse–Bayonne v. Bayonne
103,877 Montréjeau-Gourdan-Polignan 423 m
(0,000) Bahnstrecke Toulouse–Bayonne n. Toulouse
104,804 Betrieb: SNCF RéseauOkzitanien
108,417 Labroquère
Saint-Bertrand-de-Comminges
454 m
109,779 Garonne (49 m)
111,344 Loures-Barousse 444 m
111,745 Ourse (Izaoutet) (14 m)
118,089 Saléchan – Siradan bis 2014 463 m
≈118,60 SaléchanSiradan seit 2025
119,779 Garonne (Viaduc de Fronsac) (47 m)
120,535 Fronsac 470 m
122,914 Garonne (Pont de Marignac) (36 m)
124,103 MarignacSaint-Béat 491 m
Bahnstrecke Marignac–Pont-du-Roy
(Tramway de Marignac à Val-d’Aran)
125,950 Tunnel de Cap-del-Mail (69 m)
126,418 Pique (Pont de Signac) (51 m)
127,275 Anos 533 m
129,039 Pique (Pont de Guran) (23 m)
129,672 Pique (Pont de Lège) (15 m)
129,949 Lit (8 m)
129,961 Lège 576 m
132,865 Cier-de-Luchon 591 m
135,798 Antignac 601 m
139,321 Bagnères-de-Luchon 620 m

Die Bahnstrecke Montréjeau–Luchon ist eine Nebenbahn in der südfranzösischen Region Okzitanien, die das Thermalbad Luchon in den Pyrenäen mit seinem Skigebiet vor allem an deren Hauptstadt Toulouse anbindet.

Geschichte

Die Strecke wurde 1873 eröffnet und 1925 elektrifiziert.[1] Neben den fünf bis sechs täglichen TER-Zugpaaren (davon eines ab und bis Toulouse-Matabiau) verkehrten Nachtzugkurswagen von Paris-Austerlitz ganzjährig in der Nacht auf Samstag nach Luchon und auf Montag zurück, von Januar bis März zusätzlich die Fahrten dazwischen und im Juli und August täglich. Im November 2014 wurde der gesamte Schienenverkehr vorläufig auf die Straße verlagert, da der Zustand der Infrastruktur einen Weiterbetrieb nicht zuließ.[2]

Nachdem ihr im April 2023 der Betrieb der Strecke übertragen wurde, finanziert die Region ihren Neuaufbau mit barrierefreien Halten als Verknüpfungspunkte zu anderen Verkehrsmitteln. Dabei verzichtet sie endgültig auf die bereits 2017 als marode abgebaute Oberleitung zugunsten eines Modellbetriebs von Wasserstoffzügen für das französische Netz, der im Juni 2025 beginnen soll.[3] Eisenbahninfrastrukturunternehmen der wiedereröffneten Strecke wird die hauptsächlich als Bauunternehmen tätige Travaux du Sud-Ouest des NGE-Konzerns.[4]

Neben sechs Zugpaaren auf der Strecke selbst ist an Wochentagen eines und an Wochenenden zwei durchgehend von und nach Toulouse vorgesehen; im Winter ist eine Kombination aus Zugfahrkarte und Tageskarte für die Skilifte geplant.[5]

Einzelnachweise

  1. 4 Linien in Okzitanien – Licht am Ende des Tunnels. In: railwalker.de. 10. Februar 2021, abgerufen am 20. März 2022.
  2. Dernière ligne droite pour Luchon, Actu TER Occitanie, 21. Dezember 2020
  3. Réouverture de la ligne Montréjeau-Luchon : désormais propriétaire de l’infrastructure, la Région engage les dernières études avant travaux, Région Occitanie, 21. April 2023
  4. Agrément de sécurité à la société TSO. In: securite-ferroviaire.fr. EPSF Établissement public de sécurité ferroviaire, 4. Februar 2025, abgerufen am 10. Februar 2025 (französisch).
  5. Point d’étape sur la réouverture de la ligne Montréjeau-Luchon, première brique d’un projet de territoire « zéro émission », Région Occitanie, 19. April 2024