Bahnstrecke Veynes–Briançon

Veynes–Briançon
Streckenende in Briançon
Streckennummer (SNCF):915 000
Streckenlänge:107,6 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 25 
Bahnstrecke Lyon–Marseille von Lyon-Perrache
236,0
244,1
Bahnstrecke Lyon–Marseille von Marseille-Saint-Charles
(Abzw. Poteau-Saint-Luc)
Dépôt de Veynes
240,0 Veynes-Dévoluy 814 m
~240,3 D 994 (ehem. N 94)
246,7 Montmaur 874 m
252,1 Petit Buëch (28 m)
252,3 La Roche-des-Arnauds 933 m
256,3 La Freissinouse 975 m
261,1 Viaduc de la Selle (204 m)
261,3 Galerie de la Selle (42 m)
~264,7 D 994 (ehem. N 94)
266,2 N 85
266,3 Gap 743 m
Chemin de fer de La Mure (SGLMG Meterspur) nach Corps
~275,2 N 94
275,6 La Bâtie-Neuve-Le Laus 855 m
~277,0 Av. François Mitterrand (ehem. N 94)
~280,3 N 94
282,5 Chorges 857 m
284,6 Alte Strecke bis 1960
Viaduc de Pralong ou des Moulettes
285,7 Tunnel de la Treille (561 m)
Bahnstrecke Chorges–Barcelonnette nach Barcelonnette
Tunnel du Grand-Pré und N 94
287,1 Tunnel de Charrières (317 m)
Tunnel
288,2 Prunières (Neuer Halt) 818 m
289,7 Prunières 736 m
Viaduc de Thubaneau
291,7 Riou-Bourdou (223 m)
293,7 Savines (Neuer Bhf.) 792 m
295,1 Savines 765 m
294,1 Réallon (144 m)
294,7 Tunnel de Serre-Turin (179 m)
Tunnel de Bassonne (857 m)
297,3 Tunnel de l’Estrée (297 m)
297,7 Viaduc de l’Estrée (98 m)
Tunnel des Champannes (teilw. stillg., 959 m)
297,8 Tunnel du Villaret (948 m)
299,1
300,4
301,3 Viaduc du ravin du Merdanel (50 m)
304,5 Embrun 871 m
305,0 Viaduc de Pontfrache (156 m)
305,3 Tunnel de Saint-Surnin (80 m)
~307,0 N 94
307,8 Bramaffan (182 m)
310,3 Châteauroux (Hautes-Alpes) 928 m
311,6 Viaduc du Rabioux (38 m)
~317,1 N 94
314,1 Tunnel de Gorsas (37 m)
314,3 Tunnel de Serre-de-Buis (57 m)
316,3 Saint-Clément 872 m
320,0 Durance (50 m)
321,2 Montdauphin-Guillestre 888 m
325,0 Saint-Crépin 904 m
328,9 La Roche-de-Rame 929 m
333,2 Durance (55 m)
335,4 L’Argentière-les Écrins 976 m
336,6 Tunnel de Coul (152 m)
337,6 Tunnel des Jacquons (451 m)
338,2 Tunnel d’Encombrouze (447 m)
338,8 Tunnel des Celses (351 m)
339,2 Viaduc du Combal (140 m)
339,3 Tunnel des Abries (242 m)
340,2 Tunnel de Saint-Hippolyte (778 m)
~342,9 N 94
343,6 Prelles 1152 m
345,1 Durance (33 m)
348,5 Cerveyrette (48 m)
348,9 Briançon 1203 m
Dépôt de Briançon
349,3 Streckenende

km-Zählung ab Bahnhof Lyon-Perrache über Grenoble

Die Bahnstrecke Veynes–Briançon ist eine etwas mehr als 100 km lange, nicht elektrifizierte Eisenbahnstrecke in den Französischen Alpen. Sie beginnt in Veynes-Dévoluy, wo Züge auf der Bahnstrecke Lyon–Marseille Kopfmachen müssen, setzt also den Streckenverlauf in die gleiche, östliche Richtung fort und führt über Gap und Embrun schließlich in nördliche Richtung bis zu ihrem Endpunkt in Briançon, wobei sie fast 400 Höhenmeter gewinnt. Die Strecke liegt vollständig im Département Hautes-Alpes, also in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Auch wenn die Trassierung zweigleisig ausgelegt ist und sie zeitweise auch mit zwei parallelen Gleisen ausgestattet war, ist sie heute nur noch eingleisig befahrbar. Die Strecke verläuft im Wesentlichen parallel zur N 94, die westlich von Gap im Jahr 1973 in D 994 umbenannt wurde.

Die Idee, die Strecke in Richtung Turin zu verlängern, war von Anfang an vorhanden und wird auch heute noch vereinzelt politisch vertreten, heute vornehmlich als Rollende Landstraße, hatte nie eine wirkliche Chance, verwirklicht zu werden. Die Fahrtzeit für die Gesamtstrecke mit Zügen des Transport express régional (TER) beträgt etwa 110 Minuten.

Geschichte

Am 25. August 1861 erwarb die Eisenbahngesellschaft Chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée (PLM) die Konzession für diese Strecke. Gleichzeitig wurde der Betrieb auch für Personenverkehr zugelassen. Die Voranfrage von 1857 wurde damit vertraglich fixiert.[1] Diese Planung beruhte auf dem Wunsch, eine Verbindung von Avignon über Briançon bis Turin zu bauen, die ähnlich der N 94 nördlich des Mont Ventoux geführt werden sollte.

Die Eröffnung fand in mehreren Etappen statt: Am 1. Februar 1875 ging es eingleisig von Veynes bis Gap, am 10. Juli doppelgleisig bis Chorges und weiter nur eingleisig bis Embrun, zwei Tage später erfolgte die Eröffnung im Doppelgleis bis Montdauphin und am 15. September 1884 schließlich bis Briançon, wobei zwischen Montdauphin und L’Argentière doppel-, bis Prelles, Gemeinde Saint-Martin-de-Queyrières, ein- und ab dort bis zum Ende wieder zweigleisig ausgebaut wurde. Nachfolgend wurden immer wieder Veränderungen an der Mehrgleisigkeit vorgenommen, vornehmlich ein Ausbau bis 1893 und zu Beginn der 1920er Jahre, ein Rückbau während des Ersten und Zweiten Weltkriegs.[2]

Der Bau des Serre-Ponçon-Staudamms in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre, um den Lac de Serre-Ponçon aufzustauen, erforderte auf 14,5 km die Verlegung der Strecke. Heute ist der alte Streckenverlauf sowie der Abzweig der nie fertiggestellten Bahnstrecke Chorges–Barcelonnette in dem Abschnitt zwischen Chorges und Embrun überflutet. Während sich auf dem aufgegebenen Streckenteil vier Tunnel befanden, waren bei der Neubaustrecke derer fünf notwendig, sodass sich die Gesamtzahl auf der Strecke von 13 auf 14 erhöhte. Das längste Brückenbauwerk, das Riou-Bourdou-Viadukt, misst 223 m.

Einzelnachweise

  1. Décret impérial qui approuve la Convention passée, le 11 avril 1857, entire le Ministre de lAgriculture, du Commerce et des Travaux publics, et les Compagnies des Chemin de fer de Paris à Lyon et de Lyon à la Méditerrannée. Bulletin des lois de la République française, S. 275–277.
  2. Ligne Veynes - Briançon, Ouvertures. Auf: Fandom, Infrastructure ferroviaire française, Provence-Alpes-Côte d'Azur, Hautes-Alpes (05), 18. Juli 2019.
Commons: Bahnstrecke Veynes–Briançon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien