Fortuna Sittard

Fortuna Sittard
Basisdaten
Name Fortuna Sittard Combinatie
Sitz Sittard, Niederlande
Gründung 1. Juli 1968
Eigentümer Acun Ilıcalı
Präsident Özgür Işıtan Gün
Website fortunasittard.nl
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Niederlande Danny Buijs
Spielstätte Fortuna-Sittard-Stadion
Plätze 12.500
Liga Eredivisie
2024/25 11. Platz
Heim
Auswärts

Fortuna Sittard ist ein Fußballverein in der niederländischen Stadt Sittard, Provinz Limburg. Der Club spielt seit 2018 nach 16 Jahren wieder in der niederländischen Eredivisie. Fortuna Sittard trägt seine Spiele im 12.500 Zuschauer fassenden Fortuna-Sittard-Stadion aus.

Geschichte

Der Verein ist eine Vereinigung der beiden früheren Clubs Fortuna ’54 Geleen und Sittardia. Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten schlossen sich die beiden Vereine 1968 zusammen. Fortuna ’54 war bis dahin ein relativ erfolgreicher Klub, der in der Saison 1956/57 den KNVB-Pokal gewonnen hatte. Sittardia kämpfte dagegen häufig gegen den Abstieg. 1964, vor dem Zusammenschluss der beiden Vereine, folgte noch ein weiterer Erfolg im KNVB-Pokal.

Erfolg und Misserfolg hielten sich bei Fortuna die Waage, dennoch war Fortuna in den 1980er und 90er Jahren eine feste Größe in der Ehrendivision. Nach dem ersten Aufstieg in die 1. Liga 1982 konnten sich die Fortunen, von einer zweijährigen Zweitligazeit ab 1993 abgesehen, 20 Jahre lang in der Eredivisie halten. In der Saison 1984/85 erreichte Sittard das Viertelfinale im Europapokal der Pokalsieger. Die letzten beiden gesicherten Spielzeiten gelangen unter der Ägide des Trainers Bert van Marwijk. Als dieser am Ende der Saison 1999/2000 den Club verließ, um zu Feyenoord Rotterdam zu wechseln, endete die Erfolgsgeschichte des Vereins. Konnte in der Folgesaison in den Relegationsspielen noch die Klasse gehalten werden, stieg Fortuna 2002 dann doch in die Erste Division ab. Durch finanzielles Missmanagement befand sich der Verein am Rande des Bankrotts. Durch eine Spende von Fortuna-Fans, die in der holländischen Lotterie gewonnen hatten, konnte das Schlimmste verhindert werden. Eine Rückkehr in die Eredivisie gelang bis zur Saison 2017/18 nicht. Am 28. April 2018 gelang Fortuna Sittard vorzeitig der Aufstieg in die Eredivisie durch ein 1:0 gegen Jong PSV Eindhoven.

Zu Beginn der Saison 2009/10 sollten Roda Kerkrade und Fortuna Sittard fusionieren; neuer Name des Vereins sollte „Sporting Limburg“ sein. Die Spiele der ersten Mannschaft sollten in Kerkrade ausgetragen werden, das Stadion in Sittard der gemeinsamen Nachwuchsförderung dienen. Bei der Diskussion über die Bildung eines FC Limburg wurden auch der MVV Maastricht und der VVV-Venlo als mögliche weitere Fusionspartner genannt.[1] Die Fusion sollte am 2. April 2009 stattfinden.[2] Nachdem die Provinzregierung aber die bereits zugesagten Mittel wieder gestrichen hatte, wurde in einer nächtlichen Sitzung auf den 9. April 2009 beschlossen, die Fusion doch nicht durchzuführen.

Fortuna Sittard konnte daher vorderhand die finanziellen Probleme nicht lösen und hatte Mühe, sich in der zweithöchsten niederländischen Liga zu behaupten. Auch aus diesem Grund erreichte der Verein zwischen 2002/03 und 2010/11 neunmal in Folge keine bessere Platzierung als Rang 15 in der Eerste Divisie. Nach einem Zwischenhoch mit drei soliden Saisons zwischen 2011/12 und 2013/14 fand sich Sittard in den darauffolgenden Saisons wieder in der hinteren Tabellenhälfte vor.

Präsident ist seit Sommer 2016 der türkische Geschäftsmann Özgür Işıtan Gün bei Fortuna Sittard. Unter Özgür Işıtan Gün wurden temporär auch einige türkische Spieler verpflichtet, wie Okan Kurt, Emrah Başsan, Ufukcan Engin oder Aykut Özer. Nach einer schwierigen ersten Saison steigerte sich Sittard 2017/18 markant und schaffte schon in der zweiten Saison unter Gün überraschend den Aufstieg in die Eredivisie.

Europapokalbilanz

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1984/85 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Danemark Boldklubben 1903 3:0 0:0 (A) 3:0 (H)
2. Runde Polen 1980 Wisła Krakau 3:2 2:0 (H) 1:2 (A)
Viertelfinale England FC Everton 0:5 0:3 (A) 0:2 (H)
1998 UEFA Intertoto Cup 3. Runde Ukraine Worskla Poltawa 5:2 3:0 (H) 2:2 (A)
Halbfinale Osterreich SV Austria Salzburg 3:4 2:1 (H) 1:3 (A)
Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 10 Spiele, 4 Siege, 2 Unentschieden, 4 Niederlagen, 14:13 Tore (Tordifferenz +1)

Aktueller Kader 2024/25

Stand: 6. August 2025[3]

Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit Vertrag bis
Tor
01 Niederlande Luuk Koopmans 18.11.1993 2023 2027
25 Niederlande Niels Martens 07.05.2004 2024 2026
31 Niederlande Mattijs Branderhorst 31.12.1993 2024 2029
71 Belgien Ramazan Bayram 12.10.2004 2024
Abwehr
04 Belgien Shawn Adewoye 29.06.2000 2024 2026
06 Niederlande Syb van Ottele 02.02.2002 2024 2027
12 Portugal Ivo Pinto 07.01.1990 2022 2026
21 Serbien Marko Kerkez 26.06.2000 2025 2026
24 Niederlande Daley Sinkgraven 04.07.1995 2025 2026
28 Indonesien Justin Hubner 14.09.2003 2025 2028
44 Spanien Iván Márquez 09.06.1994 2025 2028
Mittelfeld
08 Niederlande Jasper Dahlhaus 27.11.2001 2024 2026
10 Kroatien Alen Halilović 18.06.1996 2023 2026
20 Frankreich Edouard Michut 04.03.2003 2024 2027
22 Kongo Demokratische Republik Samuel Bastien 26.09.1996 2024 2027
23 Niederlande Philip Brittijn 09.04.2004 2025 2028
38 Niederlande Tristan Schenkhuizen 12.07.2004 2024 2025
77 Kroatien Luka Tunjic 19.11.2005 2024 2028
80 Schweiz Ryan Fosso 17.06.2002 2024 2026
Griechenland Dimitrios Limnios 23.08.2006 2025 2026
Niederlande Alhaji Bah 09.02.2008
Sturm
07 Schweden Kristoffer Peterson 28.11.1994 2024 2026
09 Niederlande Kai Sierhuis 27.04.1998 2023 2026
11 Frankreich Makan Aïko 07.01.2001 2024 2026
19 Niederlande Paul Gladon 18.03.1992 2025 2025
28 Kroatien Josip Mitrovic 11.06.2000 2024 2027
85 Niederlande Umaro Embaló 11.06.2000 2022 2026

Trainer

Amtszeit Nat. Trainer
1966–1968 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Vladimir Beara
1968–1969 Niederlande Frans Debruyn
1969–1970 Niederlande Henk Reuvers
1970–1972 Niederlande Evert Teunissen
1972–1976 Niederlande Cor Brom
1976–1977 Niederlande Cor van der Hart
1977–1980 Niederlande Joop Castenmiller
1980–1984 Niederlande Frans Körver
1984–1986 Niederlande Bert Jacobs
1987–1989 Niederlande Hans van Doorneveld
1989–1991 Niederlande Han Berger
Amtszeit Nat. Trainer
1991–1992 Deutschland Georg Keßler
1992–1994 Niederlande Chris Dekker
1994–1997 Niederlande Pim Verbeek
1997–2000 Niederlande Bert van Marwijk
2000–2001 Niederlande Henk Duut
2001 Niederlande Frans Thijssen
2001 Niederlande Hans Verèl
2001–2004 Niederlande Hans de Koning
2004–2006 Niederlande Chris Dekker
2006–2007 Niederlande Frans Körver
2007 Niederlande Henk Wisman
Amtszeit Nat. Trainer
2007–2010 Niederlande Roger Reijners
2010–2011 Niederlande Wim Dusseldorp
2011–2012 Niederlande Tiny Ruys
2012–2014 Niederlande Wil Boessen
2014–2015 Niederlande Peter van Vossen
2015–2016 Niederlande Ben van Dael
2017–2018 Nigeria Sunday Oliseh
2018 Portugal Cláudio Braga
2018–2019 Niederlande René Eijer
2019–2022 Niederlande Sjors Ultee
2022 Niederlande Dominik Vergoossen
Amtszeit Nat. Trainer
2022–2023 Spanien Julio Velázquez
2023– Niederlande Danny Buijs

Ehemalige Spieler

Spielstätten

Commons: Fortuna Sittard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Liga-Report: Pro und contra FC Limburg
  2. Fusie Roda JC-Fortuna Sittard een feit. (Memento vom 8. April 2009 im Internet Archive) Bei: nos.nl. (niederländisch)
  3. Fortuna. Abgerufen am 6. August 2025 (niederländisch).