Der Integrallogarithmus ist eine analytische Funktion auf den reellen Zahlen
(oder
) in die reellen Zahlen.
Sie hat praktische Relevanz in einigen Gebieten der Physik wie der Quantenfeldtheorie und bei der Lösung der Laplace-Gleichung in Halbleitern sowie in der Zahlentheorie, da sie eng mit der Dichte der Primzahlen verknüpft ist.
Definition
Es sind zwei Definitionen üblich, die sich um eine Konstante unterscheiden. Für eine der wichtigsten Anwendungen – als asymptotische Vergleichsgröße für die Primzahlfunktion im Primzahlsatz – spielt der Unterschied zwischen den beiden Definitionen keine Rolle.
Eine Definition im Bereich
lautet

dabei muss
wegen der Singularität bei
für
über einen Grenzwert definiert werden (cauchyscher Hauptwert):

Eine andere Definition für
ist

Dabei liegt bei
ein Verzweigungspunkt vor.
Eigenschaften
Einige Werte:



(Folge A069284 in OEIS)
Dabei ist
(Folge A070769 in OEIS) die Ramanujan-Soldner-Konstante.
Es gilt
mit der Integralexponentialfunktion
, daraus erhält man die Reihendarstellung

wobei
(Folge A001620 in OEIS) die Euler-Mascheroni-Konstante ist.
Aus der Definition von
erhält man durch lineare Substitution

wobei für
wegen der Singularität bei
der cauchysche Hauptwert eingesetzt werden muss.
Ferner haben wir für

Außerdem gilt für

für
erhält man 
Im Grenzfall
ist
Eine weitere Formel ist
Die Golomb-Dickman-Konstante
(Folge A084945 in OEIS) tritt in der Theorie zufälliger Permutationen bei der Abschätzung der Länge des längsten Zykels einer Permutation und in der Zahlentheorie bei der Abschätzung der Größe des größten Primfaktors einer Zahl auf.
Asymptotisches Verhalten
Für große
lässt sich
durch

approximieren. Die Reihe ist eine asymptotische Entwicklung; sie konvergiert nicht, sondern nähert sich dem wahren Wert an, um sich dann wieder zu entfernen.
Die beste Approximation wird nach etwa
Gliedern erreicht, dann werden die Summanden größer durch die stärker werdende Wirkung der Fakultät.
Siehe auch
Literatur
Weblinks