WWE King of the Ring ist ein Turnier und eine Großveranstaltung der WWE. Erstmals fand der King of the Ring im Jahre 1985 statt. Von 1993 bis 2002 fand die Veranstaltung in Pay-per-View-Form statt.
Regeln
In der ersten Runde treten meist 32 Athleten in Einzelkämpfen gegeneinander an. Im K.-o.-System geht es über Achtel-, Viertel- und Halbfinale ins Finale. Durch besondere Situationen (Doppel-Disqualifikation, Verletzungen, Doppel-Count-Out) kann es zu Freilosen innerhalb des Turniers kommen. Der Sieger des Turniers wird bei einer Zeremonie mit Zepter und Krone belohnt.
Als andere Variante gibt es auch den Hardcore-King of the Ring. Dabei gibt es vom Prinzip her keine Regeln, d. h. sämtliche Utensilien können nach Belieben eingesetzt werden. Auch bei Eingriffen anderer Wrestler von außerhalb gibt es keine Disqualifikation.
Geschichte
Das Turnier King of the Ring hatte seine Ursprünge am 8. Juli 1985. Turniere waren zu jener Zeit im Wrestling sehr beliebt und so war dieser erste „King of the Ring“ eher ein Gimmick für eine Houseshow um die Ticketverkäufe in die Höhe zu treiben. Der erste King of the Ring hatte dementsprechend auch keine Auswirkung auf die damaligen Fernsehshows. Das Turnier fand in Foxborough, Massachusetts statt. Im Finale traten Don Muraco gegen Junkyard Dog an. Muraco, der das Turnier gewann, bekam zwar eine Krone aufgesetzt, doch in späteren Storylines wurde sein Sieg nicht thematisiert und er trug die Krone auch nicht bei anderen Veranstaltungen. Das Turnier wurde 1986 noch einmal neu aufgelegt und von Harley Race gewonnen. Diesmal übernahm der Gewinner das Gimmick und trat ein Jahr lang als „König“ auf. Es folgten drei weitere King-of-the-Ring-Turniere, die nicht im Fernsehen ausgestrahlt wurden.[1]
Der King of the Ring wurde 1993 die Nummer fünf neben den „Großen Vier“ PPVs (Summer Slam, Survivor Series, Royal Rumble und WrestleMania). Letztmals wurde es 2002 als PPV gesendet. Als solches war es Teil umfangreicher Storylines. So markierte es 1994 eine Etappe im „Bruderkrieg“ zwischen Owen Hart und Bret Hart. Ein Jahr später war es der Heelturn von Mabel. Für Stone Cold Steve Austin markierte der Sieg über Jake Roberts ebenfalls einen großen Erfolg, wurde dort doch der Grundstein für die Catchphrase „Austin 3:16“ gelegt.[2]
Bret Hart ist der einzige Wrestler der das Turnier zweimal gewann, davon einmal die Turniervariante und einmal die PPV-Variante.
Nach einer vierjährigen Pause fand das Turnier exklusiv bei SmackDown! statt, allerdings nicht als Großveranstaltung, sondern in den wöchentlichen Shows, beginnend am 14. April 2006 (Ausstrahlungsdatum). Im April 2008 gab es erneut solch ein Turnier, diesmal jedoch mit nur 8 Teilnehmern und in einer Raw-Ausgabe. 2009 wurde King of the Ring nicht ausgetragen. Am 22. und 29. November 2010 wurde das Turnier erneut bei RAW ausgetragen. Das nächste Turnier fand im April 2015 statt, wobei die Vorrundenmatches bei RAW, die Halbfinals und das Finale jedoch nur auf dem WWE Network übertragen wurden. In der Rückkehr zur Turnierphase ist insbesondere der Sieg von Booker T 2006 hervorzuheben, der den Sieg in sein Gimmick als King Booker übernahm. Auch Wade Barretts Sieg 2015 brachte dem Wrestler einen Karriereschub.[1]
2019 war das Turnier Teil der Sendungen Raw und Smackdown[1] und wurde von Baron Corbin gewonnen.[3]
Bisher gab es 21 Veranstaltungen des Turniers.
Liste der Veranstaltungen
| # |
Veranstaltung |
Datum |
Ort |
Arena |
Zuschauer |
Hauptkampf |
KOTR[2][4]
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| 01
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King of the Ring
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8. Juli 1985
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Foxborough, Massachusetts
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Sullivan Stadium
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23.000
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Hulk Hogan vs. Nikolai Volkoff
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Don Muraco
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| 02
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King of the Ring
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4. Juli 1986
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Foxborough, Massachusetts
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Sullivan Stadium
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12.000
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British Bulldogs (Davey Boy Smith und Dynamite Kid) (c) gegen The Dream Team (Greg Valentine und Brutus Beefcake) (Steel-Cage-Match)
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Harley Race
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| 03
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King of the Ring
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4. September 1987
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Providence, Rhode Island
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Providence Civic Center
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12.000
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Randy Savage vs. King Kong Bundy (Finale)
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Randy Savage
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| 04
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King of the Ring
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16. Oktober 1988
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Providence, Rhode Island
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Providence Civic Center
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6700
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Ted DiBiase vs. Randy Savage (Finale)
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Ted DiBiase
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| 05
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King of the Ring
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14. Oktober 1989
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Providence, Rhode Island
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Providence Civic Center
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4500
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Dusty Rhodes vs. Big Boss Man
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Tito Santana
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| 06
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King of the Ring
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7. September 1991
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Providence, Rhode Island
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Providence Civic Center
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2400
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Bret Hart vs. Irwin R. Schyster im King-of-the-Ring-Finale
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Bret Hart
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| 07
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King of the Ring (PPV)
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13. Juni 1993
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Dayton, Ohio
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Nutter Center
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6.500
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Bret Hart vs. Bam Bam Bigelow im King of the Ring-Turnier-Finale
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Bret Hart
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| 08
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King of the Ring (PPV)
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19. Juni 1994
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Baltimore, Maryland
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Baltimore Arena
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12.000
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Jerry Lawler vs. Roddy Piper
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Owen Hart
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| 09
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King of the Ring (PPV)
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25. Juni 1995
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Philadelphia, Pennsylvania
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The Spectrum
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16.590
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Sycho Sid und Tatanka vs. Diesel und Bam Bam Bigelow
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Mabel
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| 10
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King of the Ring (PPV)
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23. Juni 1996
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Milwaukee, Wisconsin
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MECCA Arena
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8.762
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Shawn Michaels (c) vs. Davey Boy Smith um die WWF World Heavyweight Championship
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Steve Austin
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| 11
|
King of the Ring (PPV)
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8. Juni 1997
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Providence, Rhode Island
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Providence Civic Center
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9.312
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The Undertaker (c) vs. Faarooq um die WWF World Heavyweight Championship
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Hunter Hearst Helmsley
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| 12
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King of the Ring (PPV)
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28. Juni 1998
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Pittsburgh, Pennsylvania
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Pittsburgh Civic Arena
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17.087
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Steve Austin (c) vs. Kane in ein First-Blood-Match um die WWF World Heavyweight Championship
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Ken Shamrock
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| 13
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King of the Ring (PPV)
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27. Juni 1999
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Greensboro, North Carolina
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Greensboro Coliseum
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19.761
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Vince McMahon und Shane McMahon vs. Steve Austin in ein Ladder-Match um die Kontrolle über die WWF
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Billy Gunn
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| 14
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King of the Ring (PPV)
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25. Juni 2000
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Boston, Massachusetts
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Fleet Center
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17.651
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The McMahon-Helmsley Faction (Triple H (c), Shane McMahon und Vince McMahon) vs. The Rock, Kane und The Undertaker um die WWF Championship
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Kurt Angle
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| 15
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King of the Ring (PPV)
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24. Juni 2001
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East Rutherford, New Jersey
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Continental Airlines Arena
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17.777
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Steve Austin (c) vs. Chris Jericho vs. Chris Benoit in einem Triple-Threat-Match um die WWF Championship
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Edge
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| 16
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King of the Ring (PPV)
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23. Juni 2002
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Columbus, Ohio
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Nationwide Arena
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14.198
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The Undertaker (c) vs. Triple H um die Undisputed WWE Championship
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Brock Lesnar
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| 17
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King of the Ring
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14. April–21. Mai 2006
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Ausgestrahlt auf Smackdown
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Finale beim PPV Judgement Day
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Booker T
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| 18
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King of the Ring
(WWE Raw)
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21. April 2008
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Greenville, South Carolina
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BI-LO Center
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Randy Orton, Edge, Chavo Guerrero und John „Bradshaw“ Layfield vs. The Undertaker, Kane, Triple H und John Cena
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William Regal
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| 19
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King of the Ring
(WWE Raw/WWE Smackdown)
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22. November–29. November 2010
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Philadelphia, Pennsylvania
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Wells Fargo Center
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Sheamus
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| 20
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King of the Ring (WWE Network Event)
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28. April 2015
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Moline, Illinois
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iWireless Center
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N/A
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Bad News Barrett vs. Neville im King of the Ring-Turnier-Finale
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Bad News Barrett
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| 21
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King of the Ring
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19. August – 16. September 2019
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Ausgestrahlt bei WWE Smackdown und WWE Raw
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Baron Corbin
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Liste der Turniere
Legende:
- Pin: Pinfall
- Sub: Submission (Aufgabe)
- Draw: Unentschieden
- CO: Count-Out, DCO: Double Count-Out (ausgezählt)
- DQ: Disqualifikation, DDQ: Doppel-Disqualifikation
- BYE: Freilos
- Forf: Kampfloses Weiterkommen
1985
- Tito Santana und Jim Brunzell überschritten das Zeitlimit. Brunzell wurde per Münzwurf zum Sieger erklärt.
1986
- Rudy Diamond trat für Bob Orton, Jr. an.
- Mr. X trat für Hercules Hernandez an.
1987
1988
- Mike Sharpe ersetzte The Warlord im Turnier.
- DiBiase bezahlte Ron Bass, damit dieser eine Verletzung vortäuschte.
- Randy Savage verlor das Finale, nachdem er außerhalb des Rings von Virgil attackiert wurde.
1989
1991
- Pete Doherty trat für Kerry Von Erich an
- The Undertaker und Sid Justice attackierten den Ringrichter und wurden beide disqualifiziert.
1993
1994
1995
- Savio Vega musste für Razor Ramon einspringen, der sich vor dem PPV eine Rippenverletzung zuzog.
1996
1997
- Hunter Hearst Helmsley durfte durch eine Regellücke erneut an einer Runde teilnehmen. Er ersetzte den verletzten Vader.
1998
1999
2000
2001
2002
- Edge konnte wegen einer Schulterverletzung nicht antreten.
2006
2008
2010
2015
2019
- Elias verletzte sich am Knöchel und Shane McMahon sprang „selbstlos“ ein.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c Erik Beaston: WWE King of the Ring: Everything You Need to Know About Historical Tournament. In: bleacherreport.com. Abgerufen am 2. März 2020 (englisch).
- ↑ a b Liam Winnard: Every WWE King Of The Ring Winner Ranked From Worst To Best. In: Wrestletalk.com. 16. August 2019, abgerufen am 2. März 2020 (britisches Englisch).
- ↑ Phillip Martinez On 9/16/19 at 9:31 PM EDT: Your new WWE King of the Ring is…. Baron Corbin. 16. September 2019, abgerufen am 2. März 2020 (englisch).
- ↑ Henry T. Casey: A history of King of The Ring winners and runners-up: Does the right king get crowned? 21. August 2019, abgerufen am 2. März 2020 (englisch).