Lübecker Hafenbahn

Lübecker Hafenbahn
V100 001 und V100 003 der Nordic Rail Service auf der Lübecker Hafenbahn
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Lübeck-Dänischburg–Seelandkai
Streckennummer:1115
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
von Lübeck Hauptbahnhof
Lübeck-Dänischburg IKEA
nach Lübeck-Travemünde Strand
Lübeck-Dänischburg (Gbf)
Lehmannkai I
Seelandterminal
Lehmannkai II
Lehmannkai III
Lübeck-Kücknitz–Skandinavienkai
Streckennummer:1117
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
von Lübeck Hauptbahnhof
Lübeck-Kücknitz
nach Lübeck-Travemünde Strand
Skandinavienkai
Lübeck Hauptbahnhof–Lübeck-Brandenbaum
Streckennummer:1137 (Lübeck-Konstantinbahnhof
bis Brandenbaum)
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
von Hamburg, Lüneburg und Bad Kleinen
von Bad Segeberg
Lübeck Hauptbahnhof
L 332
nach Kiel, Puttgarden und Travemünde
Nordlandkai
Hafenbahnhof
Eutiner Eisenbahnbrücke über den Stadtgraben
Behnkai, Kulenkampkai
Drehbrücke über Trave
Hansakai
Hubbrücke über Kanaltrave
Burgtorkai
5,875 Konstinbahnhof mit Konstinkai
Anschluss Fa. Kappa
B 75
0,034 Bahnverwaltungsgrenze
von Lübeck-Schlutup
0,000 Brandenbaum (Abzw)
nach Lübeck Hauptbahnhof
Terminal Schlutup
von Lübeck Hauptbahnhof
Lübeck-Schlutup (ehemals Pers.-Bf)
Anschluss Nordgetreide
Terminal Schlutup

Die Lübecker Hafenbahn ist die Hafenbahn des Lübecker Hafens. Sie ist ein Teil der Lübeck Port Authority (LPA), die auch als Eisenbahninfrastrukturunternehmen fungiert. Die Lübecker Hafenbahn verbindet die Hafenterminals und private Gleisanschlüsse mit den Strecken der DB InfraGO. Zuständig für Instandhaltung, Betrieb und Ausbau der Lübecker Hafenbahn ist die Hansestadt Lübeck in Zusammenarbeit mit der Lübecker Hafengesellschaft mbH (LHG) und der Nordic Rail Service GmbH (NRS).

Geschichte

Die Hafenbahn wurde ab 1892 von der Lübeck-Büchener Eisenbahn erbaut und unterhalten. Sie führte vom alten Hauptbahnhof auf der Wallhalbinsel bis zum Hansahafen. 1900 wurde sie über eine Hubbrücke über die Kanaltrave verlängert und konnte so den Klughafen bedienen. 1913 wurde die Strecke von der Hubbrücke bis zum neuen Konstinkai verlängert. 1923 wurde vom Konstinkai die Hafenumgehungsbahn zum Abzweig Brandenbaum an der Bahnstrecke Lübeck–Lübeck-Schlutup eröffnet. Im Juni 1936 erwarb die Lübecker Hafengesellschaft die Hafenbahn. Die Hafengesellschaft veräußerte sie im Januar 2008 an die LPA. Nach langen Diskussionen wurde 2012 die 1,9 km lange Strecke entlang der Straße An der Untertrave zwischen Drehbrücke und Hubbrücke entwidmet[1] und ab Sommer 2013 die dortigen Gleisanlagen teilweise abgebaut.[2] Das Gleis zum Konstinkai war schon nach 2009 durch den Neubau der Firma H. & J. Brüggen unterbrochen worden.

Heute betreibt die Lübecker Hafenbahn die Infrastruktur auf der linken Traveseite vom Hauptbahnhof zum Hafenbahnhof, davon abzweigend zum Vorwerker Hafen und Nordlandkai, das Seelandterminal an der DB-Strecke zum Lehmannkai, die Strecke zum Skandinavienkai mit dem Terminal, und auf der rechten Traveseite die Hafenumgehungsbahn von Brandenbaum zum Konstinkai und das Terminal Schlutup an der Bahnstrecke Lübeck–Lübeck-Schlutup.

Über die Tochtergesellschaft Nordic Rail Service werden auch Leistungen als Eisenbahnverkehrsunternehmen angeboten. Diese betreibt am Hafenbahnhof auch eine Wagenwerkstatt.

Daten

Umschlag

  • 100.000 Güterwagen (2011)

Streckennetz

  • etwa 60 km Gleise[3]
  • 260 Weichen
  • 20 km Fahrleitung
  • 1 Tunnel

Literatur

  • Lutz Münzer: Auf Rillenschienen zum Konstinkai. In: eisenbahn magazin. Nr. 2, 2025, S. 40–42.
Commons: Lübecker Hafenbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Weniger Gleise, höhere Preise: Frischzellenkur für Lübecks Hafenbahn, Lübecker Nachrichten vom 21. Dezember 2011, abgerufen am 10. März 2014
  2. Hafenbahn-Schienen müssen weichen, Lübecker Nachrichten vom 26. Juli 2013, abgerufen am 10. März 2014
  3. Lübecker Hafenbahn - Rathaus. Abgerufen am 5. Februar 2020.