Nagelfluhkette

Als Nagelfluhkette wird eine Bergkette bezeichnet, die aus Gesteinen des Nagelfluh, d. h. aus geologisch jungen Konglomeraten, aufgebaut sind, die meist steilwandig verwittern.

Nagelfluhketten in Deutschland und Österreich

Der Naturpark Nagelfluhkette umfasst alle drei Ketten, das Landschaftsschutzgebiet Nagelfluhkette hingegen nur den deutschen Anteil der Hochgratkette.

Nagelfluhketten in der Schweiz

Die Allgäuer Ketten finden südwestlich des Alpenrheintals, in der Nordostschweiz, eine Fortsetzung, die jeweils durch das Tal der Urnäsch segmentiert werden:

Auch westlich dieser Schichtkämme, im Westen des Toggenburg, gibt es Nagelfluhketten

  • Toggenburger-Nagelfluhkämme (Tweralpspitz (1331 m) über das Schnebelhorn (1292 m) zum Hörnli (1133 m), die in Nordnordwest-Richtung verläuft, also fast senkrecht zu den vorgenannten Ketten. Sie ist indes weniger stark als „Kette“ ausgebildet, da vom Hauptkamm viele, teils längere Riedel desselben Gesteins abzweigen, die zum Teil Kammhöhe erreichen (Höchhand: 1314 m). Im Süden setzt sie sich jenseits des Rickenpasses fort bis zum Speer, dem höchsten Nagelfluhberg Europas.)
  • Molassekämme von St. Gallen–Appenzell (nordöstlich von St. Peterzell bis 1170 m)
  • Geologische Karte und topographische Karte der Nordostschweiz mit der Gäbris-Kette (grün), der Kronbergkette (rot) und der Tweralpspitzkette (gelb): Höhenprofile können nach Anklicken der Linien erstellt werden.