Postalveolar

Als postalveolar oder palatoalveolar werden in der Phonologie diejenigen Konsonanten bezeichnet, deren Artikulationsort sich direkt hinter dem Zahnfach (Zahndamm, Alveole) befindet.[1]

Postalveolare in der deutschen Sprache sind z. B. das sch ​[⁠ʃ⁠]​ in schön oder der Laut des zweiten g ​[⁠ʒ⁠]​ in Garage.[2][3][4]

IPA Beschreibung Beispiel
Sprache Schreibweise AFI Bedeutung (Signifikat)
Stimmloser postalveolarer Frikativ Englisch ship [ʃɪp] „Schiff“
Stimmhafter postalveolarer Frikativ Englisch vision [vɪʒən] „Vision“
stimmloser postalveolarer Affrikat Englisch chip [ɪp] „Chip“
stimmhafter postalveolarer Affrikat Englisch jug [ʌɡ] „Krug“
apikaler (post)alveolarer Klick Nama !oas [k͡!oas] „Loch“
postalveolarer Klick !Kung ǂua [k͡ǂwa] „Nachmachen“

Literatur

  • John Clark; Collin Yallop; Janet Fletcher: An Introduction to Phonetics and Phonology. 3rd Edition. Blackwell Textbooks in Linguistics, Wiley-Blackwell, 2006
  • T. Alan Hall: Phonologie: Eine Einführung. De Gruyter Studienbuch, de Gruyter, Berlin / New York 2000, ISBN 3-11-015641-5
  • Peter Ladefoged; Ian Maddieson: The Sounds of the World’s Languages. Blackwell, Oxford 1996, ISBN 0-631-19814-8.
Wiktionary: Postalveolar – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Satz nach T. Alan Hall: Phonologie. de Gruyter, 2000, S. 7
  2. Christian Ebert: Phonetik & Phonologie. Artikulatorische Phonetik. (Memento des Originals vom 24. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sfs.uni-tuebingen.de (PDF; 573 kB) (Hall, Kapitel 1.1–1.5; Clark & Yallop, Chapter 2 & 3) Universität Bielefeld. Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft. WS 2005/2006
  3. Christian Ebert: Phonetik & Phonologie. Artikulatorische Phonetik. (Memento des Originals vom 8. Mai 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sfs.uni-tuebingen.de (PDF; 4,2 MB) Universität Bielefeld. Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft. WS 2005/2006 (Clark & Yallop, Chapter 2 & 6)
  4. Christian Ebert: Phonetik & Phonologie. Artikulatorische Phonetik. (Memento des Originals vom 24. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sfs.uni-tuebingen.de (PDF; 303 kB) (Hall, Kapitel 1.1–1.5; Clark & Yallop, Chapter 2 & 3) Aufgaben & Lösungen, Universität Bielefeld. Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft. WS 2005/2006