Ringstrecke Bordeaux

Ringstrecke Bordeaux
Empfangsgebäude des Bahnhofs Caudéran-Mérignac
Streckennetz rund um die Stadt Bordeaux
Streckennummer (SNCF):586 000
Kursbuchstrecke (SNCF):405
Streckenlänge:16,8 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:1,5 kV =
Zweigleisigkeit:ja
Bahnstrecke Paris–Bordeaux von Paris-Austerlitz
Bahnstrecke Chartres–Bordeaux von Niort
Straßenbahn Bordeaux, Linie C, D von s. u.
0,0 Bordeaux-Saint-Jean m
~0,3 Linie C, D Richtung Villenave-d’Ornon
Bahnstrecke Bordeaux–Sète nach Toulouse
~2,3 Boulevard Président Franklin Roosevelt
4,0 von Bordeaux-Ségur (ehem. Bordeaux–La Teste)
4,2 Talence-Médoquine seit Sept. 2025 22 m
Bahnstrecke Bordeaux–Irun nach Hendaye
(Abzw. Médoquine)
6,1 bzw. von dort (Abzw. Échoppes)
7,6 Mérignac-Arlac / Fontaine d’Arlac
der Straßenbahn Bordeaux, Linie A
9,3 Caudéran-Mérignac 30 m
13,0 Le Bouscat Sainte-Germaine seit Juni 2023
Sainte-Germaine der Linie D
~13,6 Bahnstrecke Bordeaux-St-Louis–Pointe de Grave
nach Pointe de Grave (Abzw. Bonnaous) und
Linie C von Blanquefort (Abzw. La Vache)
~14,8 La Vache
Abzw. Béquigneaux
15,9 Ravezies (1968–2012) m
16,1 Place Ravezies; Linie C Richtung Bf St-Jean
16,8 Bordeaux-Saint-Louis (bis 1968) m
Bordeaux-Docks

Die Ringstrecke Bordeaux (französisch Ceinture de Bordeaux) ist eine Eisenbahnverbindung in Bordeaux, die die beiden innerstädtischen Bahnhöfe Saint-Jean und Saint-Louis miteinander verband. Heute hat sie nur noch eine Verteilfunktion zu den an diese Bahnhöfe angeschlossenen Strecken. Sie ist vollständig zweigleisig und elektrifiziert und soll nach vollem Ausbau des RER (S-Bahn)-Netzes im Halbstundentakt bedient werden, wobei jede zweite Fahrt als Verstärker nach Macau direkt von Pessac (Richtung Arcachon und Irun) dazukommt.

Geschichte

Die Strecke wurde 1917 von der Compagnie des chemins de fer du Midi (Midi) zunächst eingleisig gebaut, aber bereits fünf Jahre später auf zwei Gleise erweitert. Sie stellte damals einen wichtigen Lückenschluss zwischen den beiden innerstädtischen Bahnhöfen, aber auch innerhalb des eigenen Streckennetzes der Midi dar. 1925 wurde das neue, in moderner Stahlbeton-Bauweise errichtete Empfangsgebäude des Bahnhofs Saint-Louis fertiggestellt. Vier der sieben überdachten Gleise bedienten die Züge der Ringbahn, die über die Abzweigung Échoppes auch gen Südwesten bis ins 50 Kilometer entfernte Biganos an der Strecke nach Dax geführt wurden.

Bereits im Sommer 1934 wurde die Strecke, zusammen mit der Bahnstrecke Bordeaux-St-Louis–Pointe de Grave, elektrifiziert. Für diese beiden Strecken waren mit dem Bau einer Pier in Le Verdon-sur-Mer große Pläne in Vorbereitung, denen jedoch durch den Kriegsverlauf ein jähes Ende bereitet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die große Ära der Dampfschifffahrt vorbei und damit auch die schnelle Zugverbindung zu einem Mündungshafen am Atlantik obsolet.

Heute ist diese Strecke ein Teil der Nordweststrecke nach Pointe de Grave über Margaux und Lesparre-Médoc.