Gruppen vom Lie-Typ sind im mathematischen Teilgebiet der Gruppentheorie untersuchte Gruppen, die sich von gewissen Lie-Algebren herleiten, genauer handelt es sich um Gruppen von Automorphismen von Lie-Algebren. Mit den endlichen unter diesen erhält man 16 unendliche Serien endlicher einfacher Gruppen, die zusammen mit den zyklischen Gruppen von Primzahl-Ordnung und den alternierenden Gruppen die 18 Serien aus dem Klassifikationssatz endlicher einfacher Gruppen bilden.
Tabellarische Übersicht
Wir beginnen mit einer tabellarischen Übersicht, die aus dem Lehrbuch „Finite Group Theory“ von Michael Aschbacher adaptiert ist.[1]
| Name[2]
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Alternative Bezeichnung
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Gruppenordnung
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Ausnahmen
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Isomorphien
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Spezielle projektive lineare Gruppe |
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Kommutatorgruppe der speziellen orthogonalen Gruppe (ungerader Grad) |
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Projektive symplektische Gruppe |
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Kommutatorgruppe der speziellen orthogonalen Gruppe (gerader Grad) |
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Chevalley-Gruppe |
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Chevalley-Gruppe |
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Chevalley-Gruppe |
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Chevalley-Gruppe |
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Chevalley-Gruppe |
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Spezielle unitäre Gruppe |
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Suzuki-Gruppen  |
mit  |
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Steinberg-Gruppe |
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Steinberg-Gruppe |
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Steinberg-Gruppe |
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Ree-Gruppe |
mit  |
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Ree-Gruppe |
mit  |
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Die Namen ergeben sich aus den Typen von Lie-Algebren, wie unten erläutert wird. In obiger Tabelle ist
stets eine Primzahlpotenz und
linear in
, einer natürlichen Zahl inklusive 0. Die in den Nennern der Formeln für die Gruppenordnung vorkommenden Klammern
stehen für den größten gemeinsamen Teiler. Viele dieser Gruppen waren bereits vor Chevalleys Arbeiten als sogenannte klassische Gruppen bekannt, manche sind auch nach ihren Entdeckern benannt. Die daher rührenden Bezeichnungen sind als alternative Bezeichnung angegeben. Die genannten Ausnahmen sind nicht-einfache Gruppen, ferner bestehen die in der Spalte Isomorphie genannten Isomorphien unter diesen Gruppen und zu den alternierenden Gruppen
(ist mit
der Lie-Typ gemeint, so folgt stets eine in Klammern gesetzte Primzahlpotenz).
Im Folgenden werden die zur Definition dieser Gruppen benötigten Begriffe entwickelt, wobei wir im Wesentlichen dem unten angegebenen Lehrbuch Simple Groups of Lie-Type von Roger Carter folgen, das ganz diesem Thema gewidmet ist, auch wenn dieses Buch bereits älter ist und aus der Zeit vor dem Klassifikationssatz stammt.
Ausgehend von der Klassifikation einfacher Lie-Algebren über
beschreiben wir die durchaus verwickelte Konstruktion dieser Gruppen und führen dabei gerade soviel Begriffe ein, wie für die Definition der Gruppen erforderlich ist.
Die Darstellung zerfällt in zwei große Blöcke. Zunächst konstruieren wir die sogenannten klassischen Chevalley-Gruppen, deren Theorie auf Claude Chevalley zurückgeht; es sind dies die Gruppen ohne einen linken oberen Index in ihrem Namen. Im zweiten Block werden Automorphismen auf gewissen klassischen Chevalley-Gruppen konstruiert, deren Ordnung ist gerade der linke obere Index. Aus gewissen Fixpunktmengen dieser Automorphismen konstruiert man die sogenannten getwisteten Chevalley-Gruppen als Untergruppen der klassischen Chevalley-Gruppen. Diese wurden unabhängig von Robert Steinberg, Jacques Tits und Ravi Hertzig entdeckt.[3]
Einfache Lie-Algebren
Wurzelsysteme
Es sei
eine einfache, endlichdimensionale Lie-Algebra über
und
die nicht-ausgeartete Killing-Form. Dann gibt es gemäß der Theorie der Lie-Algebren eine sogenannte Cartan-Zerlegung
, wobei
eine Cartan-Unteralgebra ist, es gilt sogar
,
ein sogenanntes Wurzelsystem in der
-linearen Hülle
von
,
für jedes
ein eindimensionaler Unterraum,
ist ein Vektor aus 
für alle
,
für alle
.
ist mit der Einschränkung der Killing-Form ein euklidischer Raum, in dem man daher Längen und Winkel zwischen Vektoren messen kann, und die Wurzelsystem-Eigenschaften führen zu starken Restriktionen für die relativen Längen der Vektoren aus
und den Winkeln zwischen ihnen. Wie bei jedem Wurzelsystem kann man eine Teilmenge
von sogenannten fundamentalen Wurzeln auswählen, so dass
eine Vektorraumbasis von
ist
- alle Koeffizienten in der Entwicklung eines Vektors
nach der Basis
dasselbe Vorzeichen haben
für alle
.
Dynkin-Diagramme
Aus dem gerade vorgestellten Wurzelsystem konstruiert man das sogenannte Dynkin-Diagramm, das ist der Graph mit der Knotenmenge
und
Kanten zwischen
. Die Eigenschaften eines Wurzelsystems sind derart restriktiv, dass es nur folgende in nebenstehender Übersicht wiedergegebene Möglichkeiten, sogenannte Typen, gibt:
.
Dabei steht ein „<“ bzw. „>“ über den Kanten zwischen zwei fundamentalen Wurzeln für eine entsprechende Größenrelation der Längen der fundamentalen Wurzeln.
Trotz der vielen Wahlmöglichkeiten in der grob umrissenen Konstruktion stellt dies eine vollständige Klassifikation aller einfachen, endlichdimensionalen
-Lie-Algebren dar. Zwei einfache, endlichdimensionale
-Lie-Algebren sind genau dann isomorph, wenn sie dasselbe Dynkin-Diagramm haben, und zu jedem der aufgelisteten Dynkin-Diagramme gibt es eine einfache, endlichdimensionale
-Lie-Algebra. Diese Klassifikation geht im Wesentlichen auf Élie Cartan und Wilhelm Killing zurück. Oft bezeichnet man eine einfache, endlichdimensionale
-Lie-Algebra einfach durch ihren Typ.[4]
Chevalley-Gruppen
Chevalley-Basis
Wir gehen von einer einfachen, endlichdimensionalen
-Lie-Algebra aus
und verwenden die oben eingeführten Begriffe.
Für zwei Wurzeln
sei
, dadurch werden die fundamentalen Wurzeln geeignet „normiert“.
, diese Zahlen sind stets aus
.
.
Die
bilden natürlich ebenfalls eine Basis der Cartan-Unteralgebra
, weshalb
eine Basis von
ist.
Claude Chevalley hat gezeigt, dass man die Wahlen so treffen kann, dass eine heute sogenannte Chevalley-Basis vorliegt, das heißt, dass Folgendes gilt:[5]
für alle 
für alle 
für alle
mit 
für alle
mit
, wobei
.
Bei den Vorzeichen der
bleiben gewisse Wahlmöglichkeiten.
Chevalley-Gruppen über ℂ
Die oben genannten Relationen zwischen den Elementen einer Chevalley-Basis zeigen, dass für jedes
die Derivation
![{\displaystyle \operatorname {ad} e_{r}:\,L\rightarrow L,\,x\mapsto [e_{r},x]}](./75598d44c128a51df1304d779f061714830be8ec.svg)
ein nilpotentes Element der Algebra der linearen Operatoren auf
ist, das heißt
für ein hinreichend großes
. Das gilt dann auch für jedes skalare Vielfache
, das heißt, für jedes
ist

eine endliche Summe. Daher funktioniert der übliche Beweis, wonach die Exponentialfunktion einer Derivation ein Automorphismus ist. Die von den Automorphismen
(
) erzeugte Gruppe heißt Chevalley-Gruppe und wird mit
bezeichnet. Dabei kann die Lie-Algebra
auch durch ihren Typ ersetzt werden, das heißt, man schreibt
Die Operation von
auf den Elementen einer Chevalley-Basis erhält man ebenfalls aus den oben genannten Relationen:[6]



für von
linear unabhängige 
,
wobei
dadurch bestimmt ist, dass alle
zu
gehören für
, und
.
Chevalley-Gruppen über K
Eine weitere einfache Folgerung aus obigen Relationen zwischen den Elementen einer Chevalley-Basis ist, dass die
-lineare Hülle
bzgl. der Lie-Klammer abgeschlossen ist und daher einen Lie-Ring bildet, das heißt
erfüllt alle Axiome einer Lie-Algebra bis auf diejenigen, die die skalare Multiplikation betreffen.
Ist nun
ein beliebiger Körper, so kann man das Tensorprodukt
bilden, denn jeder Körper ist in natürlicher Weise ein ℤ-Modul.
Jedes Element von
hat die Form
,
wobei
das Einselement in
sei und die
Elemente aus
seien. Durch die Festlegung
![{\displaystyle [1_{K}\otimes x,1_{K}\otimes y]:=1_{K}\otimes [x,y]}](./348c5db00a4aa58324429a718015789bbbf6930c.svg)
erhalten wir eine
-Lie-Algebra
.
Die Menge
ist eine Basis von
und es gelten nach Definition der Lie-Klammer auf
dieselben Relationen wie zwischen den Elementen der Chevalley-Basis, wobei jede ganze Zahl
, die in den Relationen vorkommt, als
zu verstehen ist, das heißt jede ganze Zahl wird wie üblich auf ein Element des Primkörpers von
abgebildet, das wird im Folgenden nicht mehr erwähnt.
Ganz analog kann man nun wie folgt Operatoren
auf
erklären. Jedes
hat bzgl. der Chevalley-Basis eine Matrix-Darstellung mit Matrixelementen
, wie man an obigen Formeln für die Operation der
auf den Basiselementen ablesen kann. Für jedes
definiert dann die Matrix mit den entsprechenden Matrixelementen
einen mit
bezeichneten Automorphismus auf
. Dieser operiert wie folgt auf den Basiselementen:



für von r linear unabhängige 
mit demselben
wie in obigen Formeln für 
Beachte, dass alle Koeffizienten in diesen Gleichungen ganzzahlig sind.
Die von den Automorphismen
erzeugte Gruppe heißt die Chevalley-Gruppe über
und wird mit
bezeichnet.

Die Gruppen
sind bis auf Isomorphie eindeutig durch die Isomorphieklassen der einfachen, endlichdimensionalen
-Lie-Algebra
und des Körpers
bestimmt.[7]
Ist
endlich, so ist
bereits durch die Anzahl seiner Elemente, die eine Primzahlpotenz
sein muss, bis auf Isomorphie eindeutig bestimmt und man schreibt daher
statt
. Statt
genügt die Angabe des Typs, und man schreibt daher
. Für diese Gruppen gilt folgender Satz:[8]
Ist
eine einfache, endlich-dimensionale
-Lie-Algebra und
ein Körper, so ist die Chevalley-Gruppe
einfach bis auf die Ausnahmen
.
Damit sind die ersten neun Serien einfacher Gruppen obiger tabellarischer Übersicht erklärt.
Getwistete Chevalley-Gruppen
Automorphismen auf Dynkin-Diagrammen
Die getwisteten Chevalley-Gruppen sind Untergruppen der Chevalley-Gruppen, die aus gewissen Fixpunkt-Mengen eines geeigneten Automorphismus
der Chevalley-Gruppe gebildet werden. Ein solcher Automorphismus entsteht aus einem Graphenautomorphismus des Dynkin-Diagramms. Daher verschaffen wir uns zunächst einen Überblick über die möglichen Graphenautomorphismen.
Auf den Dynkin-Diagrammen
hat man für
den nicht-trivialen Automorphismus, der den Graphen am horizontalen Zentrum spiegelt, wie in nebenstehender Zeichnung angedeutet.
Auf den Dynkin-Diagrammen
mit
gibt es keine nicht-trivialen Graphenautomorphismen, denn jeder Graphenautomorphismus muss den einzigen Knoten mit nur einer Kante festlassen und ebenso die Abstände zu diesem Knoten. Für
gilt das natürlich nicht und hier gibt es einen nicht-trivialen Automorphismus, wie in der nebenstehenden Zeichnung angegeben. Dasselbe gilt für
,
ist nicht aufgeführt, da dieses mit
zusammenfällt.
Auf
hat man die Vertauschung der beiden rechten Enden als Graphenautomorphismus. Eine Besonderheit ergibt sich bei
, hier ist die angegebene Rotation ebenfalls ein nicht-trivialer Graphenautomorphismus.
In den
-Diagrammen gibt es genau einen Knoten mit drei Kanten, der daher unter jedem Graphenautomorphismus fix bleiben muss. Das bereits oben bei
gegebene Abstandsargument zeigt, dass
und
keine nicht-trivialen Graphenautomorphismen haben können,
hat den in der Zeichnung angedeuteten Graphenautomorphismus. Für
und
liegt der Graphenautomorphismus auf der Hand.
Man beachte, dass fast alle angegebenen Graphenautomorphismen die Ordnung 2 haben. Die einzige Ausnahme ist das Dynkin-Diagramm
, auf dem es einen Graphenautomorphismus der Ordnung 2 und einen der Ordnung 3 gibt.
Automorphismen auf den Chevalley-Gruppen
Ist nun
ein Graphenautomorphismus auf einem Dynkin-Diagramm, so kann man tatsächlich einen Automorphismus
der zugehörigen Chevalley-Gruppe finden, der
für jedes
auf
abbildet, wobei der Körper
im Falle von
und
vollkommen und von der Charakteristik 2 und im Falle von
vollkommen und von der Charakteristik 3 sein muss.[9]
Damit der Gruppenautomorphismus
dieselbe Ordnung wie der Graphenautomorphismus
hat, muss man noch gewisse Körperautomorphismen ins Spiel bringen, was im Falle der uns interessierenden endlichen Körper zu weiteren Einschränkungen führt, die sich insgesamt wie folgt darstellen, wobei
stets für eine Primzahlpotenz steht:
- Typ
:
muss ein Quadrat sein, also 
- Typ
(mit
):
muss eine dritte Potenz sein, also 
- Typ
:
mit 
- Typ
:
mit 
Konstruktion der getwisteten Chevalley-Gruppen
Für endliche Körper
mit
Elementen,
eine Primzahlpotenz, gibt es also unter den oben genannten Einschränkungen zum nicht-trivialen Graphenautomorphismus
des Dynkin-Diagramms einen entsprechenden Gruppenautomorphismus
gleicher Ordnung auf der zugehörigen Chevalley-Gruppe, der jede Menge
nach
abbildet. Mit diesem Gruppenautomorphismus wird nun wie folgt eine Untergruppe gebildet, wobei man beachte, dass die Gesamtkonstruktion nach wie vor von einer einfachen, endlichdimensionalen
-Lie-Algebra
ausgeht und daher alle oben eingeführten Begriffe zur Verfügung stehen. Man definiert
, die positiven Wurzeln
, die negativen Wurzeln
, die von
erzeugte Untergruppe von
.

, die Menge der
-Fixpunkte einer Teilmenge
.
, die von
erzeugte Untergruppe von
.
Da
definitionsgemäß von den
erzeugt wird, ist
und natürlich
und
und daher
. Hier gilt im Allgemeinen keine Gleichheit, daher rührt die etwas kompliziert anmutende Definition.
Die Gruppen
heißen getwistete Chevalley-Gruppen. Da
nur die Werte 2 und 3 annehmen kann und
nur von bestimmten Typen mit den oben genannten Einschränkungen sein kann, erhält man die restlichen Gruppen
obiger tabellarischer Übersicht, denn es gilt folgender Satz:[10]
Die getwisteten Chevalley-Gruppen sind einfach mit Ausnahme von
, eine auflösbare Gruppe der Ordnung 72
, eine auflösbare Gruppe der Ordnung 20
, eine 1.512-elementige Gruppe mit einer zu
isomorphen Kommutatorgruppe von Index 3
, eine 35.942.400-elementige Gruppe mit einer Kommutatorgruppe vom Index 2.
Die Tits-Gruppe
Die getwisteten Chevalley-Gruppen
sind alle einfach bis auf die Gruppe
mit
Einfach ist aber deren Kommutatorgruppe
die 17.971.200 Elemente hat und zu keiner der anderen bisher aufgeführten Gruppen isomorph ist. Man nennt sie nach Jacques Tits die Tits-Gruppe.[11] Sie gehört zur Familie der
-Gruppen von Kommutatorgruppen der ersten Familie, deren Mitglieder für
als einfache nicht-abelsche Gruppen mit ihren Kommutatorgruppen übereinstimmen. Die zweite Familie besteht also ausschließlich aus einfachen Gruppen, die alle bis auf die Gruppe
Gruppen vom Lie-Typ sind. Definitionsgemäß wird eine endliche einfache Gruppe sporadisch genannt, wenn sie nicht einer unendlichen Familie von endlichen einfachen Gruppen zugeordnet werden kann. Somit ist die Tits-Gruppe keine sporadische Gruppe – auch wenn sie keine Gruppe vom Lie-Typ ist.
Einzelnachweise
- ↑ Michael Aschbacher: Finite Group Theory. Cambridge studies in advanced mathematics (2000), ISBN 0-521-78145-0, Tabelle 16.1.
- ↑ Steht in der Klammer eine Potenz, bspw.
in
, dann wird üblicherweise die Gruppe auch für fixes
als
und nicht als
geschrieben. Mit
hat die Gruppe
die Ordnung
, mit
.
- ↑ Roger W. Carter: Simple Groups of Lie Type. John Wiley & Sons 1972, ISBN 0-471-13735-9, Kapitel 13: The Twisted Simple Groups.
- ↑ James E. Humphreys: Introduction to Lie Algebras and Representation Theory. Springer, Berlin/New York 1972, ISBN 0-387-90053-5 für eine abgeschlossene Darstellung dieser Theorie.
- ↑ Roger W. Carter: Simple Groups of Lie Type. John Wiley & Sons 1972, ISBN 0-471-13735-9, Theorem 4.2.1.
- ↑ Roger W. Carter: Simple Groups of Lie Type. John Wiley & Sons 1972, ISBN 0-471-13735-9, Kapitel 4.3.
- ↑ Roger W. Carter: Simple Groups of Lie Type. John Wiley & Sons 1972, ISBN 0-471-13735-9, Satz 4.4.3.
- ↑ Roger W. Carter: Simple Groups of Lie Type. John Wiley & Sons 1972, ISBN 0-471-13735-9, Theorem 11.1.2.
- ↑ Roger W. Carter: Simple Groups of Lie Type. John Wiley & Sons 1972, ISBN 0-471-13735-9, Sätze 12.2.3, 12.3.3 und 12.4.1.
- ↑ Roger W. Carter: Simple Groups of Lie Type. John Wiley & Sons 1972, ISBN 0-471-13735-9, Theorem 14.4.1.
- ↑ Roger W. Carter: Simple Groups of Lie Type. John Wiley & Sons 1972, ISBN 0-471-13735-9, Bemerkung zu Theorem 14.4.1.