Tour de France 2010/1. Etappe

◄ P.00000 Ergebnis der 1. Etappe 000002. ►
Italien Alessandro Petacchi (LAM) 5:09:38 h
2. Australien Mark Renshaw (THR) gl. Zeit
3. Norwegen Thor Hushovd (CTT) gl. Zeit
4. Australien Robbie McEwen (KAT) gl. Zeit
5. Frankreich Matthieu Ladagnous (FDJ) gl. Zeit
6. Italien Daniel Oss (CAN) gl. Zeit
7. Spanien José Joaquín Rojas Gil (MOV) gl. Zeit
8. Deutschland Christian Knees (MRM) gl. Zeit
9. Spanien Rubén Pérez (EUS) gl. Zeit
10. Belgien Jürgen Roelandts (OLO) gl. Zeit
  Belgien Maarten Wijnants (EQS)
Zwischenstände nach der 1. Etappe
Schweiz Fabian Cancellara (TNK) 5:19:38 h
2. Deutschland Tony Martin (THR) + 0:10 min
3. Vereinigtes Konigreich David Millar (CPT) + 0:20 min
Italien Alessandro Petacchi (LAM) 35 Pkt.
2. Australien Mark Renshaw (THR) 30 Pkt.
3. Norwegen Thor Hushovd (CTT) 26 Pkt.
Deutschland Tony Martin (THR) 5:19:48 h
2. Vereinigtes Konigreich Geraint Thomas (SKY) + 0:13 min
3. Norwegen Edvald Boasson Hagen (SKY) + 0:22 min
Vereinigte Staaten Team RadioShack 16:00:19 h
2. Vereinigte Staaten Team HTC-Columbia + 0:01 min
3. Vereinigte Staaten Garmin-Transitions + 0:02 min

Die 1. Etappe der Tour de France 2010 am 4. Juli führte über 223,5 km von Rotterdam nach Brüssel, sie war damit die zweitlängste Etappe der Tour de France. Auf der Flachetappe gab es drei Sprintwertungen. Nach der Aufgabe Mathias Franks und Manuel António Cardosos aufgrund von Sturzverletzungen[1] gingen 195 der 198 gemeldeten Teilnehmer an den Start.

Rennverlauf

Nachdem die Fahrer ein paar Kilometer durch Rotterdam gefahren waren, hielten sie auf der Erasmusbrücke für eine Eröffnungszeremonie der 97. Tour-Austragung mit dem Bürgermeister der Stadt, Ahmed Aboutaleb, an. Der reale Start wurde um 12:22 Uhr gegeben.

Nur zwei Minuten danach setzte sich ein Trio bestehend aus dem Niederländer Lars Boom, dem Spanier Alan Pérez und dem Belgier Maarten Wijnants vom Hauptfeld ab, erhöhte seinen Abstand auf zeitweise über sieben Minuten und machte die Sprintwertungen untereinander aus. Vor allem die Mannschaften der Favoriten für den angezielten Massensprint erhöhten im späteren Rennverlauf das Tempo, weswegen der Vorsprung danach wieder schrumpfte. Sie führten das Hauptfeld neun Kilometer vor dem Ziel an die letzten Ausreißer heran, die sich auf den vorangegangenen 20 Kilometern mit dem zu ihnen aufgeschlossenen Moldawier Aleksandr Pliuşkin einige Kämpfe um die Führung geliefert hatten. Entgegen den Befürchtungen machte der Wind auf der Fahrt über die Dämme keine Probleme.

Nachdem zunächst der Australier Adam Hansen gestürzt und mit einem Brustbeinbruch das Rennen verließ[2] und mehrere Fahrer, darunter David Millar und Ivan Basso, in einen Unfall mit einem Hund verwickelt wurden, kam es auf den letzten Kilometern der 1. Etappe zu mehreren Massenstürzen: In der letzten Kurve verlor Mark Cavendish, einer der Mitfavoriten auf den Tagessieg, seine Fahrlinie und verursachte einen Sturz, bei dem unter anderem der Sprinter Óscar Freire zu Fall kam.

Auf der Zielgeraden ereignete sich ein weiterer Massensturz, in den auch der Gesamtführende Fabian Cancellara verwickelt war. Den Kampf um den Tagessieg bestritten rund 30 Fahrer, die sich zum Sturzzeitpunkt vor dessen Zentrum aufgehalten hatten. 200 Meter vor dem Ziel wurde auch noch Tyler Farrar zu Boden gerissen. Im Zielsprint setzte sich der Italiener Alessandro Petacchi vor Mark Renshaw durch.[3] Da sich die Stürze innerhalb der letzten drei Kilometer ereigneten, wurde allen Beteiligten die Zeit des Tagessiegers Petacchi angerechnet, sodass Cancellara die Gesamtführung verteidigte. Petacchi übernahm das Grüne Trikot.

Sprintwertungen

Erster Niederlande Lars Boom 6 Pkt.
Zweiter Spanien Alan Pérez 4 Pkt.
Dritter Belgien Maarten Wijnants 2 Pkt.
Erster Belgien Maarten Wijnants 6 Pkt.
Zweiter Spanien Alan Pérez 4 Pkt.
Dritter Niederlande Lars Boom 2 Pkt.
  • 3. Zwischensprint in Ekeren (Kilometer 158,5) (m O.P.)
Erster Spanien Alan Pérez 6 Pkt.
Zweiter Niederlande Lars Boom 4 Pkt.
Dritter Belgien Maarten Wijnants 2 Pkt.
  • Ziel in Brüssel (Kilometer 223,5) (26 m O.P.)
Erster Italien Alessandro Petacchi 35 Pkt.
Zweiter Australien Mark Renshaw 30 Pkt.
Dritter Norwegen Thor Hushovd 26 Pkt.
Vierter Australien Robbie McEwen 24 Pkt.
Fünfter Frankreich Matthieu Ladagnous 22 Pkt.
Sechster Italien Daniel Oss 20 Pkt.
Siebter Spanien José Joaquín Rojas Gil 19 Pkt.
Achter Deutschland Christian Knees 18 Pkt.
Neunter Spanien Rubén Pérez 17 Pkt.
Zehnter Belgien Jürgen Roelandts 16 Pkt.
11. Frankreich Sébastien Turgot 15 Pkt.
12. Deutschland Linus Gerdemann 14 Pkt.
13. Frankreich Julien El-Farès 13 Pkt.
14. Australien Luke Roberts 12 Pkt.
15. Vereinigtes Konigreich Geraint Thomas 11 Pkt.
16. Belarus 1995 Kanstanzin Siuzou 10 Pkt.
17. Frankreich Sylvain Chavanel 9 Pkt.
18. Norwegen Edvald Boasson Hagen 8 Pkt.
19. Spanien Carlos Barredo 7 Pkt.
20. Kanada Michael Barry 6 Pkt.
21. Frankreich Samuel Dumoulin 5 Pkt.
22. Frankreich Sébastien Minard 4 Pkt.
23. Belgien Kevin De Weert 3 Pkt.
24. Deutschland Johannes Fröhlinger 2 Pkt.
25. Russland Eduard Worganow 1 Pkt.

Aufgaben

Commons: Tour de France 2010/1. Etappe – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Tour: Cardoso mit Kiefer- und Schlüsselbeinbruch. radsport-news.com, 4. Juli 2010, abgerufen am 22. August 2015.
  2. Brustbein gebrochen – Tour-Aus für Hansen. radsport-news.com, 4. Juli 2010, abgerufen am 22. August 2015.
  3. Petacchi behält im Sturzchaos den Durchblick. radsport-nes.com, 4. Juli 2010, abgerufen am 22. August 2015.