Die 58. Vierschanzentournee 2009/10 (offizielle Bezeichnung 58. Internationale Jack Wolfskin Vierschanzentournee) ist eine als Teil des Skisprung-Weltcups 2009/2010 von der FIS zwischen dem 29. Dezember 2009 und dem 6. Januar 2010 veranstaltete Reihe von Skisprungwettkämpfen.
Beim ersten Springen in Oberstdorf gewann der Österreicher Andreas Kofler und holte dabei einen großen Vorsprung auf die weiteren Tourneefavoriten heraus, insbesondere auf den Schweizer Simon Ammann und Gregor Schlierenzauer, ebenfalls aus Österreich. Obwohl Schlierenzauer beim zweiten und beim dritten Wettkampf triumphierte, konnte er seinen Rückstand auf Kofler nur verkleinern, jedoch nicht vollkommen aufholen. Vor dem Abschlussspringen von Bischofshofen wurde allgemein ein Duell zwischen Kofler und Schlierenzauer um den Sieg erwartet. Beim Sieg seines Teamkollegen Thomas Morgenstern vergab Schlierenzauer jedoch seine Chance und fiel auf den vierten Rang in der Tourneegesamtwertung zurück, noch hinter den Finnen Janne Ahonen und den Titelverteidiger Wolfgang Loitzl. Den Tourneesieg sicherte sich jedoch aufgrund eines weiteren vorderen Ergebnisses Andreas Kofler.
Vorfeld
Weltcup und Favoriten
Vor der Vierschanzentournee waren bereits sechs Einzelweltcups ausgetragen worden; die Saison hatte Ende November, einen Monat vor dem Tourneestart, begonnen. Nachdem das erste Springen des Winters von schlechten Windbedingungen und damit etlichen Favoritenausfällen geprägt war, entwickelte sich im Dezember ein Zweikampf zwischen dem Österreicher Gregor Schlierenzauer sowie dem Schweizer Simon Ammann. Die letzten fünf Wettkämpfe vor der Tournee gewann jeweils einer der beiden, sodass die Situation an der Spitze nahezu identisch mit der im Vorjahr war. Damals hatten ebenfalls diese Athleten in den ersten Saisonwettbewerben dominiert, in der Gesamtwertung der Vierschanzentournee jedoch nur die Ränge zwei und drei belegt.
Gesamtweltcupstand vor der Vierschanzentournee[1]
Die Prognose in Hinsicht auf die Vierschanzentournee fiel in den Medien recht einhellig aus, erwartet wurde ein Duell zwischen Schlierenzauer und Ammann. Der Schweizer selbst erklärte vor der Tournee: „Es sieht natürlich nach einem Duell aus. Aber es gibt eine ganze Reihe von Kandidaten, die den Sieg wollen und darauf aus sind, uns zu schlagen“.[2] Auch Schlierenzauer meinte, es gebe – insbesondere im österreichischen Team – starke Konkurrenten wie etwa den Titelverteidiger Wolfgang Loitzl sowie den anderen Mannschaftskollegen Andreas Kofler. Nach einem Jahr Pause war zudem der Finne Janne Ahonen, fünffacher Gesamtsieger, in den Weltcup zurückgekehrt. Ahonen bezeichnete den Tourneestart für sich zwar als „nichts Spezielles“, erklärte aber gleichzeitig, er sei physisch in der besten Form seines Lebens, es könne alles passieren.[3]
Deutsche Mannschaft
Das siebenköpfige deutsche Aufgebot wurde von Martin Schmitt angeführt, der bereits zum vierzehnten Mal an einer Vierschanzentournee teilnahm. Trotz seiner Erfahrung meinte Schmitt vor Tourneestart, die Faszination sei ungebrochen. Wenngleich er selbst seine Form als nicht so gut wie im Vorjahr beschrieb,[4] setzte der deutsche Bundestrainer Werner Schuster dennoch auf ihn und die weiteren Arrivierten wie Michael Uhrmann und Michael Neumayer als Führungskräfte: „Die haben genug Routine, genug Klasse, um speziell in Oberstdorf einen guten Auftakt zu liefern. Die Schanze mögen sie ganz gerne.“[5]
Von den jüngeren Athleten hatte zu Saisonbeginn besonders der 18-jährige Pascal Bodmer für Aufmerksamkeit gesorgt, als er beim Weltcupauftakt den zweiten Rang belegte und so vor dem Tourneestart Siebter im Gesamtweltcup war. Der junge Springer selbst meinte zu den Erwartungen, die an ihn als „Hoffnungsträger“[5] gebunden waren: „Ich sehe mich nicht als deutscher Hoffnungsträger bei der Tournee, sondern ich springe einfach.“[6] Ähnlich äußerte sich der Bundestrainer: „Pascal würde ich einfach mal springen lassen, auch wenn er im Moment vom Potenzial her der stärkste Deutsche ist.“[5] Neben Bodmer wurde auch der ebenfalls 18 Jahre alte Richard Freitag nominiert, zudem der Juniorenweltmeister Andreas Wank sowie der 26-jährige Stephan Hocke.
Als eine der beiden ausrichtenden Nationen durfte Deutschland für den zweiten Wettkampf, das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen 13 Athleten nominieren. Hier starteten zusätzlich zu den bereits genannten sieben Springern Severin Freund, Maximilian Mechler, Felix Schoft, Julian Musiol, Christian Ulmer und Tobias Bogner, die zuvor alle schon eher erfolglos am Weltcup teilgenommen hatten.
Als bester Deutscher kam Pascal Bodmer im Gesamtergebnis auf Rang sieben.
Österreichische Mannschaft
Das ebenfalls sieben Springer umfassende österreichische Aufgebot galt insgesamt als das stärkste der Tournee. Zum einen führte Österreich die Nationenwertung im Weltcup an, zum anderen waren vier Athleten aus dem Alpenland unter den besten sechs im Weltcup platziert. Der deutsche Bundestrainer Werner Schuster meinte: „Die Österreicher sind momentan allen anderen haushoch überlegen.“[7] Auch der österreichische Trainer Alexander Pointner gab als Ziel den Sieg aus: „Da brauchen wir gar nichts schönreden. Wir haben alle so gearbeitet, dass wir die Tournee gewinnen möchten.“ Zugleich erklärte er seinen Athleten Gregor Schlierenzauer zu einem Anwärter auf den Triumph: „Es wäre tiefgestapelt, wenn man ihn nicht zu den Favoriten zählen würde.“[8]
Außer Schlierenzauer zählten auch der Titelverteidiger Wolfgang Loitzl, Thomas Morgenstern sowie Andreas Kofler zu den besten Skispringern des bisherigen Winters. Kofler hatte sich als einziger Athlet in jedem Wettkampf unter den besten Zehn platziert. Die Mannschaft wurde von Martin Koch sowie Stefan Thurnbichler und Lukas Müller ergänzt. Die Letztgenannten waren zuvor in der Saison nicht im Weltcup eingesetzt worden, sondern nur im zweitklassigen Continental Cup gestartet.
Bei den österreichischen Wettkämpfen ergänzten Michael Hayböck, Markus Eggenhofer, Andreas Strolz, David Unterberger, Mario Innauer und Manuel Fettner die Mannschaft. Innauer und Fettner setzten sich bei einer internen Ausscheidung gegen andere Skispringer durch.[9]
Schweizer Mannschaft
Wie schon bei der vorherigen Tournee bestand die gesamte Schweizer Mannschaft 2009/10 zunächst aus nur zwei Sportlern. Neben Simon Ammann, der als Tourneefavorit gehandelt wurde, startete zusätzlich Andreas Küttel. Dieser hatte bei den Weltmeisterschaften 2009 auf der Großschanze vor Martin Schmitt triumphiert, als der Wettkampf nach einem Durchgang abgebrochen worden war. Bei dieser Vierschanzentournee galt Küttel jedoch nicht als Sieganwärter, zumal er im Weltcup zuvor kein einziges Mal die Top Ten erreicht hatte und in der Gesamtwertung auf Rang 23 platziert war. Pascal Egloff und Rémi Français stiegen bei der zweiten Tourneestation in den Bewerb ein, ließen jedoch in der Folge auch den Bewerb in Bischofshofen aus.
Teilnehmer
| Nation |
Athleten
|
| Deutschland Deutschland |
Pascal Bodmer, Tobias Bogner, Richard Freitag, Severin Freund, Stephan Hocke, Maximilian Mechler, Julian Musiol, Michael Neumayer, Martin Schmitt, Felix Schoft, Michael Uhrmann, Christian Ulmer, Andreas Wank
|
| Osterreich Österreich |
Markus Eggenhofer, Manuel Fettner, Michael Hayböck, Mario Innauer, Martin Koch, Andreas Kofler, Wolfgang Loitzl, Thomas Morgenstern, Lukas Müller, Gregor Schlierenzauer, Andreas Strolz, Stefan Thurnbichler, David Unterberger
|
| Bulgarien Bulgarien |
Bogomil Pawlow, Wladimir Sografski
|
| Finnland Finnland |
Janne Ahonen, Janne Happonen, Matti Hautamäki, Kalle Keituri, Kai Kovaljeff, Ville Larinto, Harri Olli
|
| Frankreich Frankreich |
Emmanuel Chedal, Vincent Descombes Sevoie, David Lazzaroni
|
| Italien Italien |
Sebastian Colloredo, Andrea Morassi
|
| Japan Japan |
Daiki Itō, Noriaki Kasai, Taku Takeuchi, Shōhei Tochimoto, Fumihisa Yumoto
|
| Kasachstan Kasachstan |
Iwan Karaulow, Nikolai Karpenko, Alexei Koroljow, Radik Schaparow
|
| Norwegen Norwegen |
Johan Remen Evensen, Kenneth Gangnes, Tom Hilde, Anders Jacobsen, Roar Ljøkelsøy, Bjørn Einar Romøren
|
| Polen Polen |
Stefan Hula, Adam Małysz, Krzysztof Miętus, Kamil Stoch
|
| Russland Russland |
Pawel Karelin, Denis Kornilow, Dmitri Ipatow, Ilja Rosljakow, Dmitri Wassiljew
|
| Schweden Schweden |
Fredrik Balkåsen, Carl Nordin
|
| Schweiz Schweiz |
Simon Ammann, Pascal Egloff, Rémi Français, Andreas Küttel
|
| Slowakei Slowakei |
Tomáš Zmoray
|
| Slowenien Slowenien |
Jernej Damjan, Robert Kranjec, Mitja Mežnar, Peter Prevc
|
| Korea Sud Südkorea |
Choi Heung-chul, Kim Hyun-ki
|
| Tschechien Tschechien |
Martin Cikl, Lukas Hlava, Jakub Janda, Roman Koudelka, Jan Matura
|
| Ukraine Ukraine |
Wolodymyr Boschtschuk, Witalij Schumbarez
|
| Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten |
Nicholas Alexander, Anders Johnson, Christopher Lamb
|
Oberstdorf
Das Springen in Oberstdorf fand am 29. Dezember 2009 auf der Schattenbergschanze statt, die eine Schanzengröße von 137 Metern, einen Kalkulationspunkt von 120 Metern, eine Aufsprungneigung am K-Punkt von 35,50°, eine Turmhöhe von 43 Metern, eine Anlauflänge von 93 Metern und eine Gesamtlänge bis zum Beginn des Auslaufs von 238 Metern aufweist. Aktueller Schanzenrekordhalter ist der Norweger Sigurd Pettersen, der am 29. Dezember 2003 eine Weite von 143,5 Metern erreichte.
Platzierungen
| Rang
|
Name
|
Punkte
|
Weite 1
|
Weite 2
|
| 01 |
Osterreich Andreas Kofler |
265,2 |
125,0 m |
134,0 m
|
| 02 |
Finnland Janne Ahonen |
253,3 |
116,5 m |
137,0 m
|
| 03 |
Osterreich Thomas Morgenstern |
250,3 |
124,5 m |
126,5 m
|
| 04 |
Osterreich Wolfgang Loitzl |
245,4 |
124,0 m |
124,0 m
|
| 05 |
Schweiz Simon Ammann |
236,6 |
119,5 m |
125,0 m
|
| 06 |
Osterreich Lukas Müller |
232,9 |
116,0 m |
127,0 m
|
| 07 |
Slowenien Jernej Damjan |
230,9 |
121,5 m |
121,5 m
|
| 08 |
Polen Adam Małysz |
229,7 |
117,5 m |
124,0 m
|
| 09 |
Osterreich Gregor Schlierenzauer |
228,8 |
118,0 m |
123,0 m
|
| 10 |
Norwegen Johan Remen Evensen |
227,5 |
120,0 m |
120,0 m
|
| 10 |
Osterreich Martin Koch |
227,5 |
121,5 m |
121,0 m
|
| 12 |
Deutschland Pascal Bodmer |
226,9 |
118,5 m |
122,0 m
|
| 13 |
Japan Noriaki Kasai |
221,3 |
115,5 m |
123,0 m
|
| 14 |
Japan Daiki Itō |
218,3 |
115,5 m |
120,5 m
|
| 15 |
Tschechien Lukáš Hlava |
204,2 |
113,0 m |
116,0 m
|
|
| Rang
|
Name
|
Punkte
|
Weite 1
|
Weite 2
|
| 16 |
Slowenien Robert Kranjec |
203,3 |
115,0 m |
113,5 m
|
| 17 |
Finnland Harri Olli |
202,8 |
111,0 m |
117,5 m
|
| 18 |
Slowenien Mitja Mežnar |
202,7 |
115,0 m |
114,0 m
|
| 19 |
Norwegen Roar Ljøkelsøy |
201,6 |
112,0 m |
115,0 m
|
| 20 |
Tschechien Jan Matura |
197,1 |
110,5 m |
114,0 m
|
| 21 |
Italien Sebastian Colloredo |
194,5 |
115,0 m |
110,0 m
|
| 22 |
Osterreich Stefan Thurnbichler |
192,8 |
108,5 m |
115,0 m
|
| 23 |
Deutschland Martin Schmitt |
190,8 |
115,5 m |
108,0 m
|
| 24 |
Norwegen Anders Jacobsen |
190,3 |
111,0 m |
112,5 m
|
| 25 |
Finnland Kalle Keituri |
186,2 |
113,5 m |
105,5 m
|
| 26 |
Tschechien Jakub Janda |
184,1 |
106,0 m |
113,5 m
|
| 27 |
Tschechien Martin Cikl |
182,8 |
108,0 m |
110,5 m
|
| 28 |
Schweiz Andreas Küttel |
179,2 |
103,0 m |
113,5 m
|
| 29 |
Korea Sud Kim Hyun-ki |
176,1 |
113,5 m |
101,0 m
|
| 30 |
Finnland Matti Hautamäki |
164,6 |
113,0 m |
99,0 m
|
|
Garmisch-Partenkirchen
Das Springen in Garmisch-Partenkirchen fand am 1. Januar 2010 auf der Großen Olympiaschanze statt, die eine Schanzengröße von 140 Metern, einen Kalkulationspunkt von 125 Metern, eine Aufsprungneigung am K-Punkt von 34,70°, eine Turmhöhe von 60,4 Metern, eine Anlauflänge von 103,5 Metern und eine Gesamtlänge bis zum Beginn des Auslaufs von 235 Metern aufweist. Aktueller Schanzenrekordhalter ist der Schweizer Simon Ammann, der am 1. Januar 2010 eine Weite von 143,5 Metern erreichte.
Platzierungen
| Rang
|
Name
|
Punkte
|
Weite 1
|
Weite 2
|
| 01 |
Osterreich Gregor Schlierenzauer |
277,7 |
136,5 m |
137,5 m
|
| 02 |
Osterreich Wolfgang Loitzl |
272,5 |
135,0 m |
135,0 m
|
| 03 |
Schweiz Simon Ammann |
272,4 |
132,0 m |
143,5 m
|
| 04 |
Osterreich Andreas Kofler |
271,9 |
136,0 m |
137,0 m
|
| 05 |
Norwegen Anders Jacobsen |
269,5 |
136,0 m |
134,0 m
|
| 06 |
Finnland Janne Ahonen |
259,2 |
129,5 m |
137,0 m
|
| 07 |
Norwegen Johan Remen Evensen |
259,0 |
129,0 m |
136,0 m
|
| 08 |
Norwegen Bjørn Einar Romøren |
258,4 |
131,0 m |
134,5 m
|
| 09 |
Osterreich Thomas Morgenstern |
255,0 |
130,0 m |
132,5 m
|
| 10 |
Osterreich Stefan Thurnbichler |
254,4 |
130,0 m |
133,0 m
|
| 11 |
Polen Adam Małysz |
249,4 |
128,5 m |
132,0 m
|
| 12 |
Osterreich Martin Koch |
248,7 |
129,0 m |
132,5 m
|
| 13 |
Japan Noriaki Kasai |
247,0 |
127,0 m |
133,0 m
|
| 14 |
Tschechien Jakub Janda |
246,4 |
128,5 m |
129,5 m
|
| 15 |
Finnland Harri Olli |
244,2 |
128,0 m |
131,0 m
|
|
| Rang
|
Name
|
Punkte
|
Weite 1
|
Weite 2
|
| 16 |
Deutschland Pascal Bodmer |
243,6 |
128,0 m |
131,5 m
|
| 17 |
Deutschland Michael Neumayer |
242,1 |
126,5 m |
133,0 m
|
| 18 |
Frankreich Emmanuel Chedal |
238,3 |
126,5 m |
129,5 m
|
| 19 |
Russland Dmitri Wassiljew |
237,1 |
126,5 m |
130,5 m
|
| 20 |
Deutschland Andreas Wank |
235,9 |
128,0 m |
127,5 m
|
| 21 |
Slowenien Jernej Damjan |
235,1 |
125,5 m |
129,0 m
|
| 22 |
Osterreich Lukas Müller |
234,9 |
129,0 m |
126,5 m
|
| 23 |
Polen Kamil Stoch |
234,1 |
129,5 m |
125,0 m
|
| 24 |
Japan Daiki Itō |
232,9 |
126,5 m |
126,5 m
|
| 25 |
Deutschland Martin Schmitt |
232,4 |
124,5 m |
128,5 m
|
| 26 |
Italien Sebastian Colloredo |
231,8 |
128,5 m |
125,0 m
|
| 27 |
Tschechien Lukáš Hlava |
228,3 |
125,5 m |
125,5 m
|
| 28 |
Slowenien Peter Prevc |
226,4 |
124,0 m |
126,5 m
|
| 29 |
Slowenien Robert Kranjec |
225,0 |
122,0 m |
128,0 m
|
| 30 |
Norwegen Roar Ljøkelsøy |
216,6 |
121,5 m |
123,0 m
|
|
Tournee-Zwischenstand
Unter Berücksichtigung der Ergebnisse von Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen ergibt sich folgender Zwischenstand in der Tournee-Gesamtwertung (angeführt sind die zehn besten Starter):
Tournee-Zwischenstand nach zwei Springen
|
|
| Rang
|
Name
|
Punkte
|
Diff.
|
| 06 |
Osterreich Thomas Morgenstern |
505,3 |
031,8
|
| 07 |
Norwegen Johan Remen Evensen |
486,5 |
050,6
|
| 08 |
Polen Adam Małysz |
479,1 |
058,0
|
| 09 |
Osterreich Martin Koch |
476,2 |
060,9
|
| 10 |
Deutschland Pascal Bodmer |
470,5 |
066,6
|
|
Innsbruck
Das Springen in Innsbruck fand am 3. Januar 2010 auf der Bergiselschanze statt, die eine Schanzengröße von 130 Metern, einen Kalkulationspunkt von 120 Metern und eine Aufsprungneigung am K-Punkt von 34,34°, eine Turmhöhe von 50,0 Metern, eine Anlauflänge von 91,3 Metern und eine Gesamtlänge bis zum Beginn des Auslaufs von 316 Metern aufweist. Aktueller Schanzenrekordhalter ist der Deutsche Sven Hannawald, der am 4. Januar 2004 eine Weite von 134,5 Metern erreichte; den bestehenden Mattenrekord hält der Pole Adam Małysz mit 136,0 Metern (aufgestellt am 11. September 2004).
Platzierungen
| Rang
|
Name
|
Punkte
|
Weite 1
|
Weite 2
|
| 01 |
Osterreich Gregor Schlierenzauer |
251,1 |
130,0 m |
122,0 m
|
| 02 |
Schweiz Simon Ammann |
237,8 |
128,5 m |
117,5 m
|
| 03 |
Finnland Janne Ahonen |
237,4 |
128,0 m |
117,5 m
|
| 04 |
Osterreich Andreas Kofler |
235,1 |
126,0 m |
118,5 m
|
| 05 |
Norwegen Anders Jacobsen |
234,3 |
126,5 m |
117,0 m
|
| 06 |
Osterreich Wolfgang Loitzl |
232,8 |
122,0 m |
119,0 m
|
| 07 |
Polen Adam Małysz |
231,7 |
123,5 m |
118,0 m
|
| 08 |
Deutschland Pascal Bodmer |
228,8 |
122,5 m |
118,5 m
|
| 09 |
Japan Noriaki Kasai |
225,2 |
122,0 m |
117,0 m
|
| 10 |
Osterreich Mario Innauer |
223,7 |
121,0 m |
118,0 m
|
| 11 |
Norwegen Bjørn Einar Romøren |
222,0 |
119,0 m |
118,5 m
|
| 12 |
Deutschland Michael Uhrmann |
220,2 |
121,0 m |
115,5 m
|
| 13 |
Japan Daiki Itō |
218,7 |
117,5 m |
119,0 m
|
| 14 |
Osterreich Thomas Morgenstern |
217,1 |
117,5 m |
117,0 m
|
| 15 |
Slowenien Robert Kranjec |
215,5 |
118,5 m |
116,5 m
|
|
| Rang
|
Name
|
Punkte
|
Weite 1
|
Weite 2
|
| 16 |
Russland Dmitri Wassiljew |
214,6 |
120,5 m |
116,5 m
|
| 17 |
Osterreich Michael Hayböck |
214,3 |
120,0 m |
116,0 m
|
| 18 |
Osterreich Martin Koch |
213,7 |
127,5 m |
106,5 m
|
| 19 |
Polen Kamil Stoch |
213,5 |
116,5 m |
118,5 m
|
| 20 |
Norwegen Roar Ljøkelsøy |
211,6 |
116,0 m |
116,0 m
|
| 21 |
Frankreich Emmanuel Chedal |
211,0 |
117,5 m |
115,0 m
|
| 22 |
Norwegen Johan Remen Evensen |
207,4 |
117,5 m |
113,0 m
|
| 23 |
Russland Pawel Karelin |
206,8 |
123,5 m |
107,5 m
|
| 24 |
Finnland Harri Olli |
206,2 |
121,0 m |
110,5 m
|
| 25 |
Russland Denis Kornilow |
205,0 |
115,5 m |
114,5 m
|
| 26 |
Osterreich Manuel Fettner |
198,9 |
116,5 m |
111,5 m
|
| 27 |
Japan Taku Takeuchi |
195,8 |
116,0 m |
110,0 m
|
| 28 |
Osterreich Stefan Thurnbichler |
186,7 |
113,5 m |
108,0 m
|
| 29 |
Kasachstan Nikolai Karpenko |
185,5 |
114,5 m |
105,5 m
|
| 30 |
Deutschland Richard Freitag |
183,1 |
114,5 m |
105,0 m
|
|
Tournee-Zwischenstand
Unter Berücksichtigung der Ergebnisse von Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck ergibt sich folgender Zwischenstand in der Tournee-Gesamtwertung (angeführt sind die zehn besten Starter):
Tournee-Zwischenstand nach drei Springen
|
|
| Rang
|
Name
|
Punkte
|
Diff.
|
| 06 |
Osterreich Thomas Morgenstern |
722,4 |
049,8
|
| 07 |
Polen Adam Małysz |
710,8 |
061,4
|
| 08 |
Deutschland Pascal Bodmer |
699,3 |
072,9
|
| 09 |
Norwegen Anders Jacobsen |
694,1 |
078,1
|
| 10 |
Norwegen Johan Remen Evensen |
693,9 |
078,3
|
|
Bischofshofen
Das Springen in Bischofshofen fand am 6. Januar 2010 auf der Paul-Außerleitner-Schanze statt, die einen Hillsize von 140 Metern, einen Kalkulationspunkt von 125 Metern, eine Aufsprungneigung am K-Punkt von 35,0°, eine Turmhöhe von 52,0 Metern, eine Anlauflänge von 118,5 Metern und eine Gesamtlänge bis zum Beginn des Auslaufs von 362 Metern, aufweist. Offizieller Schanzenrekordhalter ist der Japaner Daiki Itō, der am 6. Januar 2005 eine Weite von 143,0 Metern erreichte; den inoffiziellen Rekord hält der Österreicher Gregor Schlierenzauer mit 145,0 Metern (aufgestellt in der Qualifikation am 5. Januar 2008).
Platzierungen
| Rang
|
Name
|
Punkte
|
Weite 1
|
Weite 2
|
| 01 |
Osterreich Thomas Morgenstern |
264,7 |
133,0 m |
136,0 m
|
| 02 |
Finnland Janne Ahonen |
264,0 |
134,0 m |
133,5 m
|
| 03 |
Schweiz Simon Ammann |
261,5 |
136,0 m |
131,5 m
|
| 04 |
Osterreich Wolfgang Loitzl |
260,9 |
130,5 m |
135,0 m
|
| 05 |
Osterreich Andreas Kofler |
255,0 |
129,0 m |
133,5 m
|
| 06 |
Osterreich Gregor Schlierenzauer |
253,5 |
128,5 m |
134,0 m
|
| 07 |
Russland Dmitri Wassiljew |
250,2 |
130,0 m |
131,5 m
|
| 08 |
Osterreich Martin Koch |
245,1 |
128,5 m |
131,0 m
|
| 09 |
Deutschland Pascal Bodmer |
236,9 |
127,0 m |
128,5 m
|
| 10 |
Norwegen Anders Jacobsen |
233,4 |
126,5 m |
126,5 m
|
| 11 |
Finnland Harri Olli |
231,5 |
127,0 m |
125,5 m
|
| 12 |
Deutschland Michael Neumayer |
230,0 |
125,0 m |
127,5 m
|
| 13 |
Deutschland Michael Uhrmann |
227,3 |
120,0 m |
131,0 m
|
| 14 |
Norwegen Bjørn Einar Romøren |
226,9 |
133,0 m |
127,5 m
|
| 15 |
Osterreich Mario Innauer |
224,8 |
124,0 m |
124,5 m
|
|
| Rang
|
Name
|
Punkte
|
Weite 1
|
Weite 2
|
| 16 |
Russland Pawel Karelin |
224,3 |
124,0 m |
124,5 m
|
| 17 |
Frankreich Emmanuel Chedal |
223,1 |
124,0 m |
125,5 m
|
| 18 |
Polen Adam Małysz |
222,1 |
123,0 m |
124,0 m
|
| 19 |
Japan Noriaki Kasai |
221,1 |
121,5 m |
125,5 m
|
| 20 |
Slowenien Robert Kranjec |
221,0 |
123,5 m |
124,0 m
|
| 21 |
Deutschland Martin Schmitt |
218,8 |
122,5 m |
123,5 m
|
| 22 |
Osterreich Stefan Thurnbichler |
215,6 |
121,5 m |
123,0 m
|
| 23 |
Slowenien Jernej Damjan |
215,3 |
121,5 m |
124,5 m
|
| 24 |
Tschechien Martin Cikl |
214,2 |
122,0 m |
122,0 m
|
| 25 |
Polen Stefan Hula |
212,4 |
118,5 m |
124,5 m
|
| 26 |
Japan Daiki Itō |
211,5 |
119,0 m |
123,5 m
|
| 27 |
Norwegen Tom Hilde |
211,0 |
122,0 m |
120,5 m
|
| 28 |
Osterreich Lukas Müller |
208,7 |
122,0 m |
119,5 m
|
| 29 |
Tschechien Lukáš Hlava |
206,7 |
119,5 m |
122,0 m
|
| 30 |
Slowenien Mitja Mežnar |
205,4 |
120,0 m |
120,5 m
|
|
Tournee-Endstand
| Rang
|
Name
|
Punkte
|
| 01 |
Osterreich Andreas Kofler |
1027,2
|
| 02 |
Finnland Janne Ahonen |
1013,9
|
| 03 |
Osterreich Wolfgang Loitzl |
1011,6
|
| 04 |
Osterreich Gregor Schlierenzauer |
1011,1
|
| 05 |
Schweiz Simon Ammann |
1008,3
|
| 06 |
Osterreich Thomas Morgenstern |
987,1
|
| 07 |
Deutschland Pascal Bodmer |
936,2
|
| 08 |
Osterreich Martin Koch |
935,0
|
| 09 |
Polen Adam Małysz |
932,9
|
| 10 |
Norwegen Anders Jacobsen |
927,5
|
| 11 |
Japan Noriaki Kasai |
914,6
|
| 12 |
Finnland Harri Olli |
884,7
|
| 13 |
Japan Daiki Itō |
881,4
|
| 14 |
Slowenien Robert Kranjec |
864,8
|
| 15 |
Osterreich Stefan Thurnbichler |
849,5
|
| 16 |
Norwegen Johan Remen Evensen |
798,3
|
| 17 |
Norwegen Bjørn Einar Romøren |
796,2
|
| 18 |
Slowenien Jernej Damjan |
777,4
|
| 19 |
Osterreich Lukas Müller |
774,4
|
| 20 |
Frankreich Emmanuel Chedal |
750,8
|
| 21 |
Deutschland Martin Schmitt |
739,9
|
| 22 |
Tschechien Lukáš Hlava |
738,0
|
| 23 |
Norwegen Roar Ljøkelsøy |
734,7
|
| 24 |
Russland Dmitri Wassiljew |
701,9
|
| 25 |
Deutschland Michael Neumayer |
670,1
|
| 26 |
Tschechien Jakub Janda |
632,4
|
| 27 |
Italien Sebastian Colloredo |
611,2
|
| 28 |
Deutschland Michael Uhrmann |
605,7
|
| 29 |
Slowenien Mitja Mežnar |
598,3
|
| 30 |
Polen Kamil Stoch |
540,3
|
| 31 |
Russland Pawel Karelin |
525,9
|
| 32 |
Tschechien Martin Cikl |
506,0
|
|
| Rang
|
Name
|
Punkte
|
| 33 |
Russland Denis Kornilow |
502,4
|
| 34 |
Deutschland Andreas Wank |
491,5
|
| 35 |
Polen Stefan Hula |
486,8
|
| 36 |
Finnland Kalle Keituri |
460,9
|
| 37 |
Finnland Matti Hautamäki |
456,2
|
| 38 |
Deutschland Richard Freitag |
453,1
|
| 39 |
Osterreich Mario Innauer |
448,5
|
| 40 |
Schweiz Andreas Küttel |
448,4
|
| 41 |
Slowenien Peter Prevc |
421,6
|
| 42 |
Japan Taku Takeuchi |
394,6
|
| 43 |
Norwegen Tom Hilde |
392,8
|
| 44 |
Osterreich Michael Hayböck |
313,6
|
| 45 |
Tschechien Jan Matura |
300,6
|
| 46 |
Kasachstan Nikolai Karpenko |
294,9
|
| 47 |
Osterreich Manuel Fettner |
290,5
|
| 48 |
Italien Andrea Morassi |
284,9
|
| 49 |
Finnland Ville Larinto |
277,1
|
| 50 |
Korea Sud Kim Hyun-ki |
276,4
|
| 51 |
Japan Shōhei Tochimoto |
233,7
|
| 52 |
Deutschland Maximilian Mechler |
188,4
|
| 53 |
Russland Ilja Rosljakow |
185,9
|
| 54 |
Finnland Kai Kovaljeff |
179,5
|
| 55 |
Ukraine Witalij Schumbarez |
169,4
|
| 56 |
Vereinigte Staaten Nicholas Alexander |
161,9
|
| 57 |
Polen Krzysztof Miętus |
155,5
|
| 58 |
Osterreich Markus Eggenhofer |
101,2
|
| 59 |
Osterreich David Unterberger |
97,0
|
| 60 |
Deutschland Severin Freund |
92,4
|
| 61 |
Norwegen Kenneth Gangnes |
78,9
|
| 62 |
Deutschland Stephan Hocke |
67,6
|
| 63 |
Japan Fumihisa Yumoto |
45,7
|
|
Einzelnachweise
- ↑ „BAUHAUS“ FIS World Cup Ski Jumping 2009/2010 World Cup Standings (PDF; 76 kB)
- ↑ Ein Duell in vier Akten erwartet
- ↑ Ahonen: „Beste Form meines Lebens“ (Memento vom 1. Januar 2010 im Internet Archive)
- ↑ Kalte Füße und Überraschungseffekt
- ↑ a b c Schmitt und Bodmer Hoffnungsträger
- ↑ Deutsche Skisprung-Wunder dauern etwas länger
- ↑ Janne Ahonen gegen Österreich (Memento vom 31. Dezember 2009 im Internet Archive)
- ↑ Vorfreude auf die Vierschanzen-Tournee: Schlierenzauer und Ammann die Favoriten
- ↑ Nationale Gruppen von Deutschland und Österreich