Vuelta a España 2022/17. Etappe

17. Etappe der Vuelta a España 2022
Allgemeines
Etappe17. Etappe، Vuelta a España 2022
Streckentyp Mittelschwere Etappe
Datum7. September 2022
Etappenlänge162,3 km
Land Spanien
StartAracena
ZielMonastery of Nuestra Señora de Tentudía, Calera de León
Durchschnitts­geschwindigkeit43,772 km/h
Höhenmeter2.737 m
Ergebnis
1. Rigoberto Urán3 h 42 min 28 s
(EF Education-EasyPost)
2. Quentin Pacher+ 0 s
3. Jesús Herrada+ 3 s
Lawson Craddock
(Team BikeExchange-Jayco)
Stand in der Gesamtwertung
Remco Evenepoel65 h 14 min 05 s
(Quick-Step Alpha Vinyl)
2. Enric Mas+ 2 min 01 s
3. Juan Ayuso+ 4 min 51 s
weitere Wertungen
Punktewertung Mads Pedersen
(Trek-Segafredo)
Bergwertung Jay Vine
(Alpecin-Deceuninck)
Nachwuchswertung Remco Evenepoel
(Quick-Step Alpha Vinyl)
Teamwertung UAE Team Emirates
◀16. Etappe18. Etappe▶
Dokumentation

Die 17. Etappe der Vuelta a España 2022 fand am 7. September 2022 statt und endete mit der siebten Bergankunft der 77. Austragung des spanischen Etappenrennens. Die Strecke führte von Aracena über 162,3 Kilometer zum Monasterio de Tentudía (1100 m), wo sich das Ziel am Ende einer kurzen Steigung befand. Nach der Zielankunft hatten die Fahrer insgesamt 2673 Kilometer absolviert, was 81,4 % der Gesamtdistanz der Rundfahrt entsprach.

Streckenführung

Nach dem Start in Aracena ging es zunächst in Richtung Westen, ehe die Strecke nach Galaroza nach und nach in Richtung Norden drehte. Auf dem weiteren Weg nach Fregenal de la Sierra, das nach 49 Kilometern erreicht wurde, wurden bereits die ersten kleineren Anstiege absolviert, die jedoch mit keiner Bergwertung versehen waren. Das Terrain blieb weiter hügelig mit einem längeren Anstieg nach Jerez de los Caballeros. Danach drehte die Fahrtrichtung und führte das Peloton über Burguillos del Cerro und Valencia del Ventoso nach Segura de León, wo 29,1 Kilometer vor dem Ziel ein Zwischensprint und ein Bonussprint ausgefahren wurden. Weiters führt die Strecke in Richtung Osten, ehe die Schlusssteigung kurz vor Calera de León in Angriff genommen wurde.

Der Schlussanstieg zum Monasterio de Tentudía (1100 m) war 10,3 Kilometer lang, wies jedoch nur eine Durchschnittssteigung von 5 % auf. Nachdem die ersten drei Kilometer mit rund 6 % anstiegen, folgen drei großteils flache Kilometer, ehe die letzten 4,3 Kilometer mit einer durchschnittlichen Steigung von über 7 % zum Ziel führten. Der Schlussanstieg war als Bergwertung der 2. Kategorie klassifiziert.[1][2]

Streckenübersicht
Ort Kilometer Länge (km) Höhe (m) Ø Steigung
Start Aracena 0
Zwischensprint Segura de León 133,2
Bonussprint Segura de León 133,2
Bergwertung (2. Kategorie) Monasterio de Tentudía 162,3 10,3 1100 5 %
Ziel Monasterio de Tentudía 162,3

Rennverlauf und Ergebnisse

Vor dem Start der Etappe teilte das Team Jumbo-Visma mit, dass der Gesamtzweite Primož Roglič nach seinem Sturz am Vortag nicht bei der 17. Etappe starten werde. Somit schied der Titelverteidiger vorzeitig aus und Enric Mas (Movistar) rückte nun auf den zweiten Gesamtrang vor. Mit Bryan Coquard (Cofidis) und Filippo Conca (Lotto Soudal) stiegen zwei weitere Fahrer vor dem Start der Etappe aus.

Nach einer hektischen Anfangsphase, in der mehrere Gruppen versuchten, sich vom Hauptfeld zu lösen, verließ auch Rein Taaramäe (Intermarché-Wanty-Gobert Matériaux) krankheitsbedingt die Spanien-Rundfahrt. Juan Ayuso (UAE Team Emirates), der nun in der Gesamtwertung auf Rang drei vorgerückt war, kam zu Sturz, konnte das Rennen jedoch im Peloton fortsetzen. Nach rund 50 Kilometern setzten sich schlussendlich 13 Fahrer vom Hauptfeld ab. In dieser Ausreißergruppe vertreten waren (geordnet nach den bestplatzierten Fahrern eines Teams in der Gesamtwertung): Rigoberto Urán (EF Education-EasyPost), Gino Mäder, Fred Wright (Bahrain Victorious), Marc Soler (UAE Team Emirates), Clément Champoussin, Bob Jungels (beide AG2R Citroën), Élie Gesbert, Simon Guglielmi (beide Arkéa-Samsic), Quentin Pacher (Groupama-FDJ), Lawson Craddock (BikeExchange-Jayco), Kenny Elissonde (Trek-Segafredo), Jesús Herrada (Cofidis) und Alessandro De Marchi (Israel-Premier Tech). Beim Zwischensprint, der rund 30 Kilometer vor dem Ziel ausgefahren wurde, setzte sich mit Fred Wright der erste Verfolger von Mads Pedersen (Trek-Segafredo) in der Punktewertung durch. Sein Rückstand auf den Dänen war jedoch bereits so groß, dass er keine echte Gefahr im Kampf um das Grüne Trikot darstellte. Die weiteren Punkte und Bonussekunden sicherten sich Rigoberto Urán und Marc Soler.

Rund 19 Kilometer vor dem Ziel erfolgte noch vor dem Schlussanstieg die erste Attacke von Lawson Craddock in der Fluchtgruppe, deren Vorsprung auf das Hauptfeld immer noch bei über sechs Minuten lag. Zunächst wurde der Angriff des Amerikaners neutralisiert, ehe er es 16 Kilometer vor dem Ziel erneut versuchte und sich diesmal von seinen ehemaligen Fluchtgefährten absetzen konnte. Anschließend fuhr Lawson Craddock mit einem Vorsprung von rund 15 Sekunden in den 10,3 Kilometer langen Schlussanstieg und behauptete diesen in der frühen Phase des Anstiegs. Kurz vor einer Zwischenabfahrt zur Hälfte des Anstieges griff jedoch Élie Gesbert in der Verfolgergruppe an und versuchte gemeinsam mit Rigoberto Urán und Clément Champoussin, zu dem Spitzenreiter aufzuschließen. Der Franzose konnte dem Tempo der Gruppe nach einer Weile jedoch selbst nicht mehr folgen und fiel zurück. Dafür kamen Quentin Pacher, Marc Soler, Jesus Herrada und Kenny Elissonde zurück und bildeten eine neue Verfolgergruppe, die nur noch wenige Sekunden hinter Lawson Craddock lag. Schlussendlich wurde Lawson Craddock rund einen Kilometer vor dem Ziel eingeholt. Im Finale setzte sich Rigoberto Urán in einem langen Zielsprint vor Quentin Pacher und Jesus Herrada durch. Für Rigoberto Urán war es der erste Etappensieg bei der Spanien-Rundfahrt. Zuvor hatte der bereits Etappen bei der Tour de France und dem Giro d’Italia gewonnen. Im Hauptfeld griff Enric Mas im Schlussanstieg zweimal an, konnte den Gesamtführenden Remco Evenepoel (Quick-Step Alpha Vinyl) jedoch nicht distanzieren. Einzig João Almeida (UAE Team Emirates), der in der Gesamtwertung auf den sechsten Rang vorgerückt war, setzte sich neun Sekunden von den anderen Gesamtklassement-Fahrern ab. Im Zielsprint gingen kleine Lücken auf, wobei keiner der Favoriten über fünf Sekunden verlor.[3]


Etappenergebnis
FahrerTeamZeit
1. Rigoberto Urán EF Education-EasyPost3 h 42 min 28 s
2. Quentin Pacher Groupama-FDJ+ 0 s
3. Jesús Herrada Cofidis+ 3 s
4. Marc Soler UAE Team Emirates+ 15 s
5. Kenny Elissonde Trek-Segafredo+ 26 s
6. Clément Champoussin AG2R Citroën Team+ 29 s
7. Alessandro De Marchi Israel-Premier Tech+ 46 s
8. Bob Jungels AG2R Citroën Team+ 55 s
9. Élie Gesbert Arkéa-Samsic+ 1 min 09 s
10. Lawson Craddock Team BikeExchange-Jayco+ 1 min 30 s
Quelle: ProCyclingStats

Gesamtstände

Gesamtwertung
FahrerTeamZeit
1. Remco Evenepoel Quick-Step Alpha Vinyl65 h 14 min 05 s
2. Enric Mas Movistar Team+ 2 min 01 s
3. Juan Ayuso UAE Team Emirates+ 4 min 51 s
4. Carlos Rodríguez Ineos Grenadiers+ 5 min 20 s
5. Miguel Ángel López Astana Qazaqstan Team+ 5 min 33 s
6. João Almeida UAE Team Emirates+ 6 min 51 s
7. Thymen Arensman Team DSM+ 7 min 46 s
8. Ben O’Connor AG2R Citroën Team+ 9 min 11 s
9. Rigoberto Urán EF Education-EasyPost+ 9 min 33 s
10. Jai Hindley Bora-Hansgrohe+ 11 min 40 s
Quelle: ProCyclingStats


Punktewertung
FahrerTeamPunkte
1. Mads Pedersen Trek-Segafredo349 P.
2. Fred Wright Bahrain Victorious149 P.
3. Marc Soler UAE Team Emirates133 P.
4. Samuele Battistella Astana Qazaqstan Team105 P.
5. Remco Evenepoel Quick-Step Alpha Vinyl103 P.
6. Enric Mas Movistar Team90 P.
7. Pascal Ackermann UAE Team Emirates86 P.
8. Quentin Pacher Groupama-FDJ74 P.
9. Danny van Poppel Bora-Hansgrohe72 P.
10. Lawson Craddock Team BikeExchange-Jayco64 P.


Bergwertung
FahrerTeamPunkte
1. Jay Vine Alpecin-Deceuninck59 P.
2. Richard Carapaz Ineos Grenadiers30 P.
3. Thymen Arensman Team DSM22 P.
4. Robert Stannard Alpecin-Deceuninck21 P.
5. Marc Soler UAE Team Emirates20 P.
6. Enric Mas Movistar Team19 P.
7. Jimmy Janssens Alpecin-Deceuninck17 P.
8. Miguel Ángel López Astana Qazaqstan Team16 P.
9. Thibaut Pinot Groupama-FDJ12 P.
10. Jesús Herrada Cofidis11 P.


Nachwuchswertung
FahrerTeamZeit
1. Remco Evenepoel Quick-Step Alpha Vinyl65 h 14 min 05 s
2. Juan Ayuso UAE Team Emirates+ 4 min 51 s
3. Carlos Rodríguez Ineos Grenadiers+ 5 min 20 s
4. João Almeida UAE Team Emirates+ 6 min 51 s
5. Thymen Arensman Team DSM+ 7 min 46 s
6. José Félix Parra Equipo Kern Pharma+ 44 min 44 s
7. Gino Mäder Bahrain Victorious+ 46 min 30 s
8. Sergio Higuita Bora-Hansgrohe+ 54 min 33 s
10. Edoardo Zambanini Bahrain Victorious+ 1 h 04 min 14 s


Mannschaftswertung
TeamZeit
1. UAE Team Emirates 194 h 52 min 35 s
2. Ineos Grenadiers + 43 min 16 s
3. Astana Qazaqstan Team + 54 min 47 s
4. Movistar Team + 1 h 05 min 21 s
5. Bahrain Victorious + 1 h 07 min 40 s
6. Bora-Hansgrohe + 1 h 08 min 46 s
7. Intermarché-Wanty-Gobert Matériaux + 1 h 25 min 25 s
8. Jumbo-Visma + 1 h 41 min 25 s
9. EF Education-EasyPost + 1 h 42 min 15 s
10. Groupama-FDJ + 2 h 16 min 08 s


Ausgeschiedene Fahrer

Die folgenden Fahrer waren aus der Tour ausgeschieden:[4][5]

Einzelnachweise

  1. Stage 17 - Aracena > Monasterio de Tentudía - La Vuelta 2022. In: lavuelta.es. Abgerufen am 9. August 2022 (englisch).
  2. Vuelta 2022 Route stage 17: Aracena - Monasterio de Tentudía. In: cyclingstage.com. Abgerufen am 9. August 2022 (englisch).
  3. Nach Siegen in Giro und Tour jubelt Uran auch bei der Vuelta | radsport-news.com. Abgerufen am 8. September 2022.
  4. Liste der ausgeschiedenen Fahrer. In: radsport-News.com. Abgerufen am 7. September 2022.
  5. Withdrawals. In: Lavuelta.es. Abgerufen am 7. September 2022.