ADB:Braubach, Peter

Brubach: Peter B., druckte in Frankfurt a. M. 1553–1559.[1] Sein Buchdruckerzeichen besteht in einem deutschen Schild mit dem Kopf des Janus mit zwei Gesichtern, welches Zeichen auch Johann Sacerius, Buchdrucker in Hagenau führte, dabei aber eine griechische, eine hebräische und eine lateinische Inschrift, welche B. nicht führte. Daß er der Nachfolger jenes Buchdruckers Sacerius gewesen sei, wie einige wollen, wird sich jedoch nicht beweisen lassen. Er druckte meistens Werke in griechischer Sprache, wozu er sehr schöne Typen hatte, doch auch Bücher in andern Sprachen.

S. Lersner’s Frankfurter Chronik I. Thl.; Mündens, Dankpredigt am dritten Jubelfest d. Buchdruckerkunst, 1741. S. 190; Geßner, Bruchdruckerkunst Bd. III etc.

[Zusätze und Berichtigungen]

  1. S. 374. Z. 15 v. u.: Aus Briefen Brubach’s an den Hamburger Prediger Joach. Westphal a. d. J. 1554–64 (Briefcodex der St. Catharinenkirche in Hamburg) geht hervor, daß er sein Geschäft, wenigstens als Verleger, noch während dieser ganzen Zeit fortsetzte. 1565 verlegte er noch J. Magdeburg’s Psalmen. Er ließ übrigens an verschiedenen Orten (Straßburg, Ursel etc.) drucken. [Bd. 3, S. 795]