Am Christabend (Die Gartenlaube 1864)



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 Am Christabend.

Heil’ger Abend ist es wieder
Und der Christbaum ist erblüht –
In das Erdendunkel nieder
Klingt des Himmels schönstes Lied;

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Und von Neuem wird vernommen

Aus der Höhe liebereich:
„Laßt die Kindlein zu mir kommen,
Ihrer ist das Himmelreich.“

Und in tausend reichen Zimmern

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Prangt des Christbaums goldner Schein  

Doch das schönste Bäumchen schimmern
Seh’ ich dort im Hüttchen klein.
Brennt das Bäumchen auch nur Armen,
Dürftig nur die Gaben sind –

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Hält die Mutter doch in Armen

Selig ihr gerettet Kind.

Aus gar schwerem Krankheittraume
Ist es wieder aufgewacht,
Christus mit dem Weihnachtbaume

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Hat Genesung ihm gebracht.

Das verfallen dunkelm Loose,
Seiner nahm der Herr sich an –
Freudig aus der Mutter Schooße
Lacht es seinen Christbaum an.

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Freudig streckt es seine Händchen

Nach den Lichtlein arm und klein,
Zappelmann am bunten Bändchen
Will es gar so sehr erfreun.
– Heil’ger Abend – goldne Kerzen

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Prangen hier nicht reich und schön –

Aber schau zum Mutterherzen,
Willst Du einen Christbaum sehn.
Willst Du einen Christbaum sehnF. Stolle.