An Frau Sophie von La Roche


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An Frau Sophie von La Roche.


Einst, als vom Urquell’ aller Wesen,
Du, Theuerste! zum Daseyn war’st erlesen,
Da drückte dich an seine Ätherbrust
Dein Genius, und segnete der Erde

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Bestimmte Pilgerinn; und sprach: „Sie werde

Der guten Menschen Vorbild, Stolz und Lust!“

Sie ist erfüllt, die hohe Weihe!
Und deines Lebens schöne Thatenreihe
Geleitet voll von edler Würde dich.

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In reizend mannigfaltigen Geschichten

Suchst du zu warnen, und zu unterrichten;
Und Deutschlands Töchter rühmen deiner sich.

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Und heut’ an deines Tages Feyer,
Fühl’ ich entzückt wie unaussprechlich theuer

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Du mir, und jeden der dich kennet, bist;

Mein Herz wünscht dir die schönste aller Gaben
Aus Amaltheens reichem Horn zu haben,
Die deiner Tugend und dir würdig ist.

Beglückt, gesegnet sey dein Leben!

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Gesegnet sey dein göttliches Bestreben

Stets das zu thun, was du uns lehr’st zu seyn.
Du säest für die Ewigkeit auf Erden,
Dir wird dereinst ein Sternen-Nimbus werden,
Wo brüderlich sich Engel deiner freun.

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Genieß nach funfzig frohen Jahren,

Das süße Glück, in silberfarbnen Haaren
Der schwarzen Sorge heiter zu entfliehn;

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Die Grazien, die deine Schritte leiten,
Sind ewig jung, Verehrte! dir zur Seiten,

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Weil Geist, Geschmack und Anmuth nie verblühn.