An sich Selbst


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XLVIII. An sich Selbst.

MIr grauet vor mir selbst / mir zittern alle Glieder
     Wenn ich die Lipp’ vnd Naß’ vnd beyder Augen Klufft /
     Die blind vom wachen sind / deß Athems schwere Luft
Betracht’ / vnd die nun schon erstorbnen Augen-Lieder.

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Die Zunge / schwartz vom Brand fällt mit den Worten nieder /

     Vnd lalt ich weiß nicht was; die müde Seele rufft /
     Dem grossen Tröster zu / das Fleisch reucht nach der Grufft /
Die Aertzte lassen mich / die Schmertzen kommen wieder /
     Mein Cörper ist nicht mehr als Adern / Fell’ / vnd Bein.

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     Das sitzen ist mein Tod / das liegen meine Pein.

Die Schenckel haben selbst nun Träger wol von nöthen!
     Was ist der hohe Ruhm / vnd Jugend / Ehr vnd Kunst?
     Wenn diese Stunde kompt: wird alles Rauch vnd Dunst.
Vnd eine Noth muß vns mit allem Vorsatz tödten.