Auf Gott, und nicht auf meinen Rath

[134]
Vertraun auf Gottes
Vorsehung.

Auf Gott, und nicht auf meinen Rath,
Will ich mein Glücke bauen,
Und dem, der mich erschaffen hat,
Mit ganzer Seele trauen.

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Er, der die Welt

Allmächtig hält,
Wird mich in meinen Tagen
Als Gott und Vater tragen.

     Er sah von aller Ewigkeit,

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Wie viel mir nützen würde,

Bestimmte meine Lebenszeit,
Mein Glück und meine Bürde.
Was zagt mein Herz?
Ist auch ein Schmerz,

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Der zu des Glaubens Ehre

Nicht zu besiegen wäre?

     Gott kennet, was mein Herz begehrt,
Und hätte, was ich bitte,
Mir gnädig, eh ichs bat, gewährt,

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Wenns seine Weisheit litte.
[135]

Er sorgt für mich
Stets väterlich.
Nicht, was ich mir ersehe,
Sein Wille, der geschehe!

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     Ist nicht ein ungestörtes Glück

Weit schwerer oft zu tragen,
Als selbst das widrige Geschick,
Bey dessen Last wir klagen?
Die größte Noth

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Hebt doch der Tod;

Und Ehre, Glück und Habe
Verläßt mich doch im Grabe.

     An dem, was wahrhaft glücklich macht,
Läßt Gott es keinem fehlen;

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Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht

Sind nicht das Glück der Seelen.
Wer Gottes Rath
Vor Augen hat,
Dem wird ein gut Gewissen

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Die Trübsal auch versüssen.


[136]

     Was ist des Lebens Herrlichkeit?
Wie bald ist sie verschwunden!
Was ist das Leiden dieser Zeit?
Wie bald ists überwunden!

45
Hofft auf den Herrn!

Er hilft uns gern;
Seyd frölich, ihr Gerechten!
Der Herr hilft seinen Knechten.