Auf den Tod des Taras Schewtschenko’s


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Auf den Tod des Taras Schewtschenko’s


Trauert nicht! Der Fall ist typisch, –
Seht als wünschenswert ihn an!
Also stirbt durch Gottes Fügung
Russlands hochmerkwürd’ ger Mann

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Seit jeher. Mühsame Jugend,

Reich an Hoffnung, Träumen, Plage,
Kühne Reden, tolle Kämpfe –
Und – des Kerkers lange Tage.

Alles dies hat er erprobt

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Petersburgs Gefängnismauern,

Untersuchungs-Protokolle
Und gendarmisches Bedauern…
Dann die Orenburger Steppe,
Ihre Festung elend’ Sumpf.

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Lebt’ er lange dort, beleidigt

Und gekränkt von jedem Lump.

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Lebt’ als Söldner unter Söldnern,

Theilt’ ihr Los – und, ach, wie oft,
Konnt’ er unter Knuten sterben,

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Hat er selbst vielleicht gehofft.

Doch sein Leid nicht Kürzen wollend
Auch um einen Augenblick,
Spart’ ihn auf in Sträflingsjahren
Russlands spasshaftes Geschick.

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Da – zu Ende geht sein Unglück,

Alles, was nur lieb und schön
Und erquickend, was er seit der
Frühen Jugend nicht geseh’n,
Alles lächelt ihm auf einmal,

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Wie ein off’nes Paradies, –

Da – ein Gott hat ihn geneidet,
Und sein Lebensfaden riss.