Blau-weiß-roth

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Blau-weiß-roth.

Blau wie der Himmel über uns sich ziehet,
Blau wie das sanfte Veilchen auf dem Feld,
Blau wie das Auge, womit Liebchen siehet.
Ist in der Fahne unser erstes Feld.

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Wir denken dran im blutigen Gefecht,

Denn Blau bedeutet: „Glauben an das Recht!“

Weiß wie der Schnee, den uns der Winter bringet,
Weiß wie das Bild der Unschuld uns erscheint,
Weiß wie das Lämmchen auf der Weide springet,

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So uns’re Fahne in der Mitte scheint,

Wir harren auf Errettung mit Geduld,
Denn Weiß bedeutet: „Leiden ohne Schuld.“

Roth wie das Blut uns in den Adern rinnet,
Roth wie des Weines dunkle Purpurpracht,

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Roth wie die Liebe, die das Herz gewinnet,

Roth ist die Farbe, die den Schluß nun macht.
Wir lassen gern für’s Vaterland das Blut,
Roth ist die Farbe, die bedeutet: „Muth!“

O, blau-weiß-roth! ihr theuren Landesfarben

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Von Schleswig-Holstein, führt’s zum Guten nun,

Auf daß die Helden, die vor Jahren starben,
Geehrt und sanft in freiem Lande ruh’n.
Und gebt uns das, was uns annoch so fehlt:
Das „Schleswig-Holstein ewig ungedeelt!“

Rendsburg in Holstein, im Juli 1862.                    Fr. Wendell.[WS 1]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Friedrich Wendell, Vorlage: Fr. Wendel