Brautnacht

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Brautnacht.

Im Schlafgemach, entfernt vom Feste,
Sitzt Amor dir getreu und bebt,
Dass nicht die List mutwill’ger Gäste
Des Brautbetts Frieden untergräbt.

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Es blinkt mit mystisch heil’gem Schimmer

Vor ihm der Flammen blasses Gold;
Ein Weihrauchswirbel füllt das Zimmer,
Damit ihr recht geniessen sollt.

Wie schlägt dein Herz beim Schlag der Stunde,

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Der deiner Gäste Lärm verjagt;

Wie glühst du nach dem schönen Munde,
Der bald verstummt und nichts versagt.
Du eilst um alles zu vollenden
Mit ihr ins Heiligtum hinein;

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Das Feuer in des Wächters Händen

Wird wie ein Nachtlicht still und klein.

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Wie bebt vor deiner Küsse Menge
Ihr Busen und ihr voll Gesicht;
Zum Zittern wird nun ihre Strenge,

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Denn deine Kühnheit wird zur Pflicht.

Schnell hilft dir Amor sie entkleiden,
Und ist nicht halb so schnell als du;
Dann hält er schalkhaft und bescheiden
Sich fest die beiden Augen zu.

Wolfg. Goethe.