Dem Barbaren (Lasker-Schüler I)


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Dem Barbaren

Deine rauhen Blutstropfen
Süßen auf meiner Haut.

Nenne meine Augen nicht Verräterinnen,
Da sie deine Himmel umschweben;

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Ich lehne lächelnd an deiner Nacht

Und lehre deine Sterne spielen.

Und trete singend durch das rostige Tor
Deiner Seligkeit.

Ich liebe dich und nahe weiß

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Und verklärt auf Wallfahrtzehen.


Trage dein hochmütiges Herz,
Den reinen Kelch den Engeln entgegen.

Ich liebe dich wie nach dem Tode
Und meine Seele liegt über dich gebreitet –

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Meine Seele fing alle Leiden auf,

Dich erschüttern ihre schmerzlichen Bilder.

Aber so viele Rosen blühen
Die ich dir schenken will;

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O, ich möchte dir alle Gärten bringen

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In einem Kranz.


Immer denke ich an dich
Bis die Wolken sinken;

Wir wollen uns küssen –
Nicht?