Der Auszug des verlorenen Sohnes (Neue Gedichte)

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DER AUSZUG DES VERLORENEN SOHNES


Nun fortzugehn von alledem Verworrnen
das unser ist und uns doch nicht gehört,
das, wie das Wasser in den alten Bornen
uns zitternd spiegelt und das Bild zerstört;

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von allem diesen, das sich wie mit Dornen

noch einmal an uns anhängt — fortzugehn
und Das und Den
die man schon nicht mehr sah
(so täglich waren sie und so gewöhnlich)

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auf einmal anzuschauen: sanft, versöhnlich

und wie an einem Anfang und von nah
und ahnend einzusehn, wie unpersönlich,
wie über alle hin das Leid geschah
von dem die Kindheit voll war bis zum Rand —:

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Und dann doch fortzugehen, Hand aus Hand

als ob man ein Geheiltes neu zerrisse,
und fortzugehn: wohin? Ins Ungewisse
weit in ein unverwandtes warmes Land,
das hinter allem Handeln wie Kulisse

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gleichgültig sein wird: Garten oder Wand;

und fortzugehn: warum? Aus Drang, aus Artung,
aus Ungeduld, aus dunkler Erwartung,
aus Unverständlichkeit und Unverstand:

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Dies alles auf sich nehmen und vergebens
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vielleicht Gehaltnes fallen lassen, um

allein zu sterben, wissend nicht warum —

Ist das der Eingang eines neuen Lebens?