Der Engel (Neue Gedichte)

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DER ENGEL


Mit einem Neigen seiner Stirne weist
er weit von sich was einschränkt und verpflichtet;
denn durch sein Herz geht riesig aufgerichtet
das ewig Kommende, das kreist.

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Die tiefen Himmel stehn ihm voll Gestalten,

und jede kann ihm rufen: komm, erkenn —.
Gib seinen leichten Händen nichts zu halten
aus deinem Lastenden. Sie kämen denn

bei Nacht zu dir, dich ringender zu prüfen

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und gingen wie Erzürnte durch das Haus

und griffen dich als ob sie dich erschüfen
und brächen dich aus deiner Form heraus.