Der Held und der Reutknecht


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Der Held und der Reutknecht.


Ein Held, der sich durch manche Schlacht,
Durch manch verheertes Land des Lorbeers werth gemacht,
Floh einstens nach verlorner Schlacht,
Verwundet in den Wald, den Feinden zu entkommen,

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Traf einen Eremiten an,

Und ward von diesem frommen Mann,
Nebst seinem Reutknecht, aufgenommen;
Doch beider Tod war nah.

 Ach! fieng der Reutknecht an,

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Werd ich denn auch in Himmel kommen?

Ich habe leider nichts gethan,
Als meines Herrn sein Vieh getreu in acht genommen.
Ich armer und unwürdger Mann!
Allein mein Herr, der muß in Himmel kommen;

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Denn er, ach er hat viel gethan!

Er hat drey Könige bekrieget,
In sieben Schlachten stets gesieget,
Und Sachen ausgeführt, die man kaum glauben kann.

     Der Eremit sah drauf den Helden kläglich an

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„Warum habt Ihr denn alles dieß gethan?“

Warum? Zu meines Namens Ehren,
Um meine Länder zu vermehren,

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Um, was ich bin, ein Held zu seyn.

O! fiel der Eremit ihm ein,

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Deswegen mußtet Ihr so vieles Blut vergießen?

Ich bitt Euch, laßts Euch nicht verdrießen,
Ich sag es Euch auf mein Gewissen,
Der Reutknecht, als ein schlechter Mann,
Hat wirklich mehr, als Ihr gethan.