Der Hexenthurm bei Bühl

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Der Hexenthurm bei Bühl.

Das liebliche Mägdlein, – o Jammer und Graus! –
Führt klagend die Menge zum Thore hinaus.

Sie hat sich den Lüsten des Vogtes versagt,
Drob hat er sie tückisch als Hexe verklagt.

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Mit Ränken umspann sie der giftige Wurm,

Bald lag sie gefesselt zu Bühl in dem Thurm.

Sie trug es geduldig und betete fromm:
„Maria, du himmlische Helferin, komm!“

Und als man sie schleppte ins Foltergemach,

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Da klirrte das Martergeräth und zerbrach.


„Erkennt nun, ihr, die von Unschuld logt,
Sie hat es mit Beelzebub!“ – brüllte der Vogt.

„Unselige Dirne, so trifft dich der Tod!“ –
Schon steht sie am Pfahle, von Flammen umloht.

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Sie trägt es geduldig und betet so fromm:

„Maria, du himmlische Helferin, komm!“

Da weinen die Engel; vom Regen erfrischt,
Erholt sich das Mägdlein, das Feuer erlischt.

Im Volk nun erhebt sich ein Jubelgeschrei:

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„Der Herr hat gerichtet, die Jungfrau gebt frei!


Verderben dem Lügner!“ – sie führen im Sturm
Das Mägdlein zur Freiheit, den Vogt in den Thurm.

Dort hat er, entlarvt, zum Bekenntniß gedrängt,
Den Henker noch trügend, sich selber erhängt.

Eduard Bauer.