Der Kyffhäuser
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Kyffhäuser.
Nach einem Oelgemälde von Edmund Kanoldt.
Der Kyffhäuser.
Zerklüftet, wie die Burg da droben,
Ist auch der Berg, auf dem sie ragt,
In ein gewaltig Bild verwoben
Erscheinen beide, wenn es tagt.
Was sich das Volk erhofft, ersehnt,
Wenn leuchtend Morgenroth ergossen
Sich um die dunklen Höhen dehnt:
Der Rothbart ist im Berg versunken
Die Rosse stampfen, schnauben Funken,
Es klirrt im Grunde Schild und Speer.
Zuweilen fährt er auf im Zorne,
Es drang ein Ruf zu ihm herein,
Sein rother Bart wirft Feuerschein.
Was war es, was er hörte? Klagen?
Wer weiß es? Eilig kommt ein Zwerg
Und reckt sich, ihm in’s Ohr zu sagen:
Wann wird er kommen, aufzurichten
Sein mächtig Reich, und allen Streit
Im Land und bei den Völkern schlichten
Und walten in Gerechtigkeit?
Hermann Lingg.