Der Schnellläufer

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Der Schnellläufer.



Wenn hell ich der Trompete Schall
Durch’s Städtlein klingen lasse,
Wie treibt es die Philister all’
Heraus auf Platz und Straße.

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Ich lauf’ das Stadtthor aus und ein

Flott über Stein und Pfütze,
Und manches blanke Kreuzerlein
Fliegt da in meine Mütze.

Schnellläufer bin ich fünfzig Jahr’,

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Ich lief durch alle Lande,

Und so wie fern im Süden, war
Ich auch am Nordseestrande. –

Ob Republik, ob Monarchie
Ob Heiden oder Christen –

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Mich kümmerte die Menschheit nie

Mit allen ihren Zwisten.

Mit rothem Wamse angethan,
Wo ich nur mag erscheinen,
Bin ich ein angeseh’ner Mann

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Von Großen und von Kleinen.


Mich schert nicht Weib, nicht Hof und Haus,
Nicht Kinder und Gesinde,
Ich laufe lustig ein und aus,
Und ziehe mit dem Winde.

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Und wolltet Ihr mit Gold und Gut

Mir meine Ruhe lohnen,
Ich trüg’ es nicht, mit stillem Blut
An festem Sitz zu wohnen.

Schnellläufer bleib’ ich – lebet Ihr

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In Bürgerglück und Tugend! –

Und wo ich laufe, folget mir
Das höchste Glück – die Jugend.

v. Miris.