Der geheimnissvolle Nachen


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Der geheimnissvolle Nachen.

Gestern[1] Nachts, als Alles schlief,
Kaum der Wind mit ungewissen
Seufzern durch die Gassen lief,
Gab mir Ruhe nicht das Kissen,

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Noch der Mohn, noch, was sonst tief

Schlafen macht, – ein gut Gewissen.

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Endlich schlug ich mir den Schlaf
Aus dem Sinn und lief zum Strande.
Mondhell war’s und mild, – ich traf

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Mann und Kahn auf warmem Sande,

Schläfrig beide, Hirt und Schaf: –
Schläfrig stiess der Kahn vom Lande.

Eine Stunde, leicht auch zwei,
Oder war’s ein Jahr? – da sanken

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Plötzlich mir Sinn und Gedanken

In ein ew’ges Einerlei,
Und ein Abgrund ohne Schranken
That sich auf: – da war’s vorbei!

– Morgen kam: auf schwarzen Tiefen

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Steht ein Kahn und ruht und ruht …

Was geschah? so rief’s, so riefen
Hundert bald: was gab es? Blut? – –
Nichts geschah! Wir schliefen, schliefen
Alle – ach, so gut! so gut!


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Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Getsern