Der gehoffte Ruhm


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Der gehoffte Ruhm.


Voll von sich selbst und von der That,
Die er vollführt, gieng Tullius entzücket
Itzt aus Sicilien, wohin ihn der Senat
Vor einem Jahr als Quästor abgeschicket;

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Er gieng zurück nach Rom und theilte zum voraus,

Im Namen Roms, sich die Belohnung aus.
Wer ist wohl itzt des Volks Verlangen?
Wen, dacht er, nennt man itzt als mich?
Wen wird man jauchzender empfangen,

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Als dich, o Tullius, als dich?

Das ist er, ruft man dir entgegen,
Der aus Sicilien der Theurung abgewehrt!
Der uns mit einem reichen Segen
Von Korn ein ganzes Jahr ernährt. – –

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In diesen schmeichelnden Gedanken

Stieg bey Puteoli der Quästor an das Land,
Wo er ganz unverhofft vornehme Römer fand,
Die damals gleich den Brunnen tranken.

Schnell ließ er sich vor seinen Gönnern sehn,

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Und suchte schon sein Lob in ihren Mienen.

Ist das nicht Cicero? rief einer unter ihnen,
Ja, ja, er ists; o das ist schön!
Wie lange haben wir schon nichts von Rom vernommen!
Wie stehts in Rom? Wenn reisten Sie von da?

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Wie, rief er ganz erzürnt, wie könnt ich daher kommen!

Ich komm aus der Provinz – – Vielleicht aus Afrika?

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Versetzt ein Andrer hurtig wieder.

Hier zitterten dem Quästor alle Glieder.
„Nein, aus Sicilien komm ich als Quästor wieder.“

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Ja, fuhr nunmehr ein Dritter fort,

Er kömmt daher. Verlaßt Euch auf mein Wort!
Mit diesem Ruhm schlich Tullius sich fort.



Du, der du denkst, daß alle von dir wissen,
Von dir itzt alle reden müssen,

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Und dich im Herzen stolz erhebst;

Von Tausenden, die dich nach deiner Meynung kennen,
Und dich und deine Thaten nennen,
Weis oft kaum Einer, daß du lebst.