Des Lenzes Wappen

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Das Wappen des Frühlings.
Zusammengestellt und nach der Natur gezeichnet von Emil Schmidt.

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Des Lenzes Wappen.

 Mit Abbildung.

Holla, Menschlein, aufgeschaut!
Seht das Wunder wieder,
Wie der warme Himmel thaut
Auf die Welt hernieder!

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Stand der graue Weidenstrunk

Gestern noch verdrossen, –
Heute hat vom Himmelstrunk
Selig er genossen.

Gestern fiel noch aus der Höh’

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Manches weiße Flöckchen, –

Heute blühen, Osterschnee,
Alle deine Glöckchen.

Um die Eiche necken sich
Rings im Kreis die Veilchen,

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Nur sie selber lächelt: Ich

Warte noch ein Weilchen!

Wie zum Strauße Flur und Hain
Bieten Perl’ um Perle:
Maßlieb, Primel, Waldröslein,

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Birke, Ulm’ und Erle.


Holla, Menschlein! Führt heraus
Lenzeslust die Sonne,
Wird die ganze Welt ein Strauß
Sel’ger Blumenwonne.

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Blumen, Laubwerk, Wiesengrün –

Alles bricht in Masse
Neuem Liebeleben kühn
Eine freie Gasse.

Denn, wo auch des Straußes Bild

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Uns entgegen glänze:

Frischer Liebe ist’s der Schild,
Wappen ist’s dem Lenze.

Bring’, o Strauß, dein junges Glück,
Bring’ es auch den Alten,

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Daß sie immer noch ein Stück

Lenz für sich behalten!

Drückt man mir den letzten Strauß
In die kalten Hände,
Dann erst sei mein Frühling aus

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Und mein Lied am Ende!


 Friedrich Hofmann.