Die älteste Dresdner Zollrolle

Das Dresdner Vogelschießen im Jahre 1660 Die älteste Dresdner Zollrolle (1907) von Hubert Ermisch
Erschienen in: Dresdner Geschichtsblätter Band 4 (1905 bis 1908)
Fürstenbesuche in Dresden
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Die älteste Dresdner Zollrolle.
Von Oberregierungsrat Dr. Hubert Ermisch.

Eine Geschichte des Zollwesens in unseren Landen gibt es bis jetzt nicht; und doch würde sie einen sehr wichtigen Teil ihrer Wirtschafts- und insbesondere ihrer Handelsgeschichte bilden, und jeder Beitrag dazu ist daher willkommen zu heißen.

Der mittelalterliche Begriff des Zolles (theoloneum) vereinigt in sich von jeher zwei verschiedene Abgaben: den zunächst wohl für die Benutzung der Handelsstraßen erhobenen Durchgangszoll und den Marktzoll, der von Kauf und Verkauf zu entrichten war. Der Zoll war ursprünglich eine der königlichen Gewalt vorbehaltene Einnahme, ein Regal. Als solches erscheint er in der ältesten Urkunde, die eines Zolles in unseren Landen gedenkt, einer Urkunde König Otto’s II. vom 27. Februar 983, durch welche dieser dem Stift Meißen das Dorf Setleboresdorf im Burgwart Boritz und den Elbzoll von Belgern bis Meißen eignete[1]: proventus in theloneo, quod ad fiscum nostrum pertinuerat, a civitate, quae dicitur Belegora, usque ad ejusdem Misnensis ecclesiae portum sursum indeque denuo per ambas plagas praefati fluminis Albiae deorsum sicque infra praefinitum terminum, ubicumque manus negociatorum ultra Albiam huc illucque sese diverterit, ex integro et absque ulla contradictione theloneum eidem praenominatae Misnensi sedi persolvant, veluti ad fiscum nostrum debuerint. Wie andere Regalien, so gelangten auch die Zölle mit der Zeit in den Besitz der Landesherren; ihre Bedeutung stieg mit der Entstehung ständiger Märkte, aus denen sich bekanntlich im 12. und 13. Jahrhundert unsere Städte entwickelt haben. Dies im einzelnen zu verfolgen und nachzuweisen, wie dann vielfach die finanziell erstarkenden Städte die Zölle an sich zu bringen wußten, würde an dieser Stelle zu weit führen.

Die Erhebung der Zölle setzt das Vorhandensein bestimmter Zolltarife oder Zollrollen, wie sie in früherer Zeit hießen, voraus. Die älteste Spur eines solchen Zolltarifes in unseren Landen enthält, wenn ich nicht irre, ein Schiedsspruch des Erzbischofs Albert von Magdeburg, des Bischofs Engelhard von Naumburg und des Bischofs Ekkehard von Merseburg zwischen Markgraf Dietrich von Meißen und dem Abt Sifrid von Pegau vom 19. August 1219; darin heißt es: In Groiz non erit forum annone, quod vulgo dicitur cornmarct, nec moneta nec cambium, sed theloneum hoc modo: currus onerati vino vel pannis solvent de qualibet rota unum denarium, alias currus quocunque oneratus solvet tantum II os denarios[2].

Wohl ebenfalls noch ins 13. Jahrhundert gehört die sehr ausführliche und, wie wir sehen werden, für uns besonders wichtige Zollrolle der Stadt Pirna, die in einem Privilegium König Johanns von Böhmen für Pirna vom 20. April 1325 enthalten ist[3]; denn diese Urkunde stellt lediglich die Erneuerung älterer Privilegien dar, die Markgraf Heinrich der Erlauchte der Stadt gegeben hatte und die verbrannt waren. Daß man aus der Aufnahme des Zolltarifs in das Stadtprivileg nicht den Schluß ziehen darf, der Zoll sei damals bereits im Besitz der Stadt gewesen, ist schon von anderer Seite richtig bemerkt worden[4].

Das trifft auch für den ebenfalls sehr wichtigen Zolltarif der Stadt Freiberg zu, der um 1336, d. h. wohl kurz nachdem Markgraf Friedrich der Ernsthafte den Zoll in Freiberg an Friedrich und Reinhard von Honsberg um 800 Schock Prager Groschen verkauft hatte[5], in die Stadtrechtshandschrift eingetragen worden [133] ist[6]. Ohne auf die verwickelte Geschichte der Zölle in Freiberg hier näher einzugehen, wollen wir nur bemerken, daß erst im Jahre 1444 die Stadt Freiberg durch Kauf in ihren vollen Besitz gelangte[7].

Um 1372 wurde ferner ein Zolltarif in das Stadtbuch von Grimma eingetragen; er erfuhr wesentliche Veränderungen, als Markgraf Wilhelm I. am 20. Mai 1390 der Stadt das Recht zur Erhebung eines „neuen“ Zolls verlieh, war also vielleicht auch vorher schon städtisch[8].

Derselbe Markgraf verlieh am 30. Oktober 1404 der Stadt Oschatz den Zoll, den sie von den bisherigen Lehnsbesitzern Gebhard von Heynitz, Ambrosius Wolfframstorff und Meiner Gast, Bürger zu Oschatz, gekauft hatte, und gibt in dieser Urkunde auch die Zollsätze an, die wir unten mitteilen wollen, da die Urkunde bisher noch ungedruckt ist[9].

Fügen wir einen im Jahre 1442 niedergeschriebenen und mit späteren Zusätzen versehenen Zolltarif der Stadt Chemnitz[10] und etwa den Großenhainer Geleits- und Wegegeldtarif von 1462[11] hinzu, so dürften die aus dem Mittelalter erhaltenen Zolltarife unseres Landes erschöpft sein; doch ist nicht ausgeschlossen, daß sich noch weitere auffinden lassen, besonders wenn man die im 16. Jahrhundert und später niedergeschriebenen Zolltarife darauf hin untersuchen wollte, welche älteren Bestandteile in ihnen nachweisbar sind.

Bisher nicht veröffentlicht war ein ausführlicher Zolltarif für die Stadt Dresden, der wohl im 2. oder 3. Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts niedergeschrieben worden ist. Er findet sich in dem ältesten, Anfang 1404 angelegten Stadtbuche von Dresden[12], über das ich seiner Zeit an dieser Stelle ausführlich berichtet habe[13], und zwar unmittelbar hinter der Abschrift eines Schreibens der Städte Bautzen, Görlitz, Zittau, Löbau und Lauban an den Dresdner Rat vom 30. April 1415, in welchem dieser über den Inhalt einer noch zur Zeit Markgraf Wilhelms I. geschlossenen Vereinbarung wegen des Frachtverkehrs auf der hohen Landstraße unterrichtet wird; man hat also wohl in diesem Schreiben den Anlaß zur Eintragung des Zolltarifs zu sehen. Diese wird, obwohl sie von anderer Hand als die Abschrift des Schreibens herrührt, bald nach 1415, jedenfalls aber vor 1436, mit welchem Jahre das Stadtbuch schließt, erfolgt sein.

Schon Markgraf Heinrich der Erlauchte hatte am 19. November 1271 die Stadt Dresden von einem ihm zustehenden Zolle, dem sogenannten Marktzolle (theloneum nostrum in civitate Dresden, quod marctzol vocatur), also doch wohl von einer auf Kauf und Verkauf gesetzten Abgabe, gegen eine Beisteuer von 10 Mark zum Bau des Klosters Seußlitz befreit[14]. Doch hatten die Landesherren noch andere Zölle in Dresden, die, wie anderwärts, so auch hier an Private verliehen wurden; um die Mitte des 14. Jahrhunderts sehen wir den angesehenen Bürger Niclaus Münzmeister im Besitz eines solchen Zolles. Dieser bekannte am 28. September 1343[15]:

daz ich den burgern und der stat zcu Dresden von mine zcolle vorkouft habe, daz alle dye, dye der stat rotis unde rechtis phlegin, keynen zcol sullin gebin. Vurit abir eyn burger vremde gut, dovon sal man zcollin. Ouch habe ich in vorkauft, daz alle daz getreyde, daz man zcu marcte brengit, keynen zcol sal gebin; waz man abir hye koufit unde in eyn andir gerichte vurit adir daz hye durchget, daz sal zcollin.

Wir haben diese Sätze ganz wiedergegeben, weil sie fast wörtlich in unserm Zolltarif (§ 2 u. 3) Aufnahme gefunden haben.

Weiter ist für seine Entstehung von Interesse, daß die Markgrafen Friedrich der Strenge und Balthasar dem Rate am 15. Juli 1361 den Salzhandel überließen[16]. Der Rat übte ihn nicht selbst, sondern nahm eine Abgabe von den Fuhrleuten, die das Salz zum Verkauf brachten; die Höhe dieser Abgabe regelt § 1 unseres Tarifs.

Für die Entstehungszeit der übrigen Abschnitte des Tarifs fehlt es an Anhaltspunkten. Wenn die systematische Anordnung der einzelnen Bestimmungen [134] eine keineswegs klare ist und einzelne Abschnitte mehrfach durch frühere ergänzt werden (vgl. § 5 mit § 29 und 32, § 6 mit § 17 und 25, § 3 mit § 16, 23 und 26), so deutet dies auf eine allmähliche Entstehung des Tarifs, wie wir sie z. B. bei dem oben erwähnten Chemnitzer Tarif beobachten können. Andererseits ist eine gewisse Verwandtschaft mit dem Pirnaer Tarif von 1325 unverkennbar; der oft wiederkehrende Einheitssatz von 14 Pfennigen, das Vorkommen einzelner Maße wie der Meisa für Fische, der Sturnitz für Honig, die Auswahl der mit Zoll belegten Waren u. a. läßt vermuten, daß die Pirnaer Zollrolle bei der Redaktion der Dresdner benutzt worden ist. Wir haben, um dies anschaulich zu machen, in den Anmerkungen einzelne Bestimmungen des Pirnaer Tarifs zum Vergleich beigefügt.

Die bunte Fülle der Waren, die in den Tarif aufgenommen sind, gibt ein interessantes Bild des Handelsverkehrs im mittelalterlichen Dresden. Die Zölle sind teils Abgaben von Kauf und Verkauf, also eigentliche Marktzölle, teils Durchfuhr- oder Ausfuhrabgaben. Sie flossen nicht in die Stadtkasse, sondern standen den Landesherren zu; in den Stadtrechnungen begegnen sie uns daher nirgends[17].

Wir lassen nunmehr den genauen Wortlaut des Zolltarifs, den wir der Übersichtlichkeit wegen in Paragraphen eingeteilt haben, unter Beifügung weniger erläuternder Anmerkungen folgen.

§ 1. Eyn iclich salczwayn, der durch dy stat get, der gebit vyr pfhennynge; der abir hy vorkouft, der gebit achte. Gen abir czwey pfhert yn dem wayne, do gehorit genade czu[18].

§ 2. Alle, dy der stat rotis unde rechtis pfhlegin, dy gebin keynen czol. Furit abir eyn burger vremde gut, daz mus czoln.

§ 3. Allis getreyde, daz man hy vorkouft adir czu marcte brengit, daz gebit nicht; furit man is hye vor, so mus is czol gebin.

§ 4. Eyn ysinwayn[19] gebit vyr pfhennynge, eyn pechwayn alzo vil, eyn stolwayn[20] gebit virczene, eyn sensinwayn virczene, eyn swertwayn virczene[21].

§ 5. Vyschwayne unde herink gebin virczen ir iclich; waz abir ist undir eyner last, so gebit ye dye meyse eynen pfhennync[22].

§ 6. Eyn gewantwayn[23] gebit virczen pfhennynge, eyn fleischwayn virczen pfhennynge[24], eyn czeynwayn[25] adir blie adir unslit adir smer, yr iclich gebit virczen pfhen. Ist abir, daz eyn wayn nicht vollin ladin ist, zo gebit man von dem czentenere czenis adir blies eynen pfhennync[26], von deme steyne smeris adir unsledis[27] adir wachsis[28] eynen pfhennync.

§ 7. Eyn molstein adir eyn slyfstein czwene pfhen.[29], von der schalen[30] andirhalbin pfhen[31].

§ 8. Alle, dy usirhalp dem gerichte sin, dy pfhert koufen adir vorkoufen, der do koufit, gebit czwene pfhennynge; der do vorkoufit, gibt eynen pfhen[32].

§ 9. Wer eyn rint kouft adir vorkouft, yr iclich gibt eynen pfhen[33].

§ 10. Schaf adir czegin adir swin, wer dy koufit adir vorkoufit, yr iclich gebit eyn scherf[34].

§ 11. Dye rintvye tryben und hy vorkoufin, dy gebin von dem rinde zwene pfhen.; der do koufit, gebit eynen pfhen. Tribit her abir hy durch, zo gibt her eynen pfhennync.

§ 12. Eyn hopphinwayn gebit virczen pfhen[35].

§ 13. Alle treger gebin nicht.

§ 14. Eyn iclich karre gibt halbin czol, donoch her tregit.

§ 15. Von eyme fudir wynis virczen pfhen. hin und her, von eyme fudir biris vir pfhennynge, von dem halbin czwene pfhen., von dem vyrtele eynen pfhennyng. [135] Truge abir eyn wayn mer denne eyn fudir, der gibit nicht me den fynen rechten czol.

§ 16. Wer malcz adir korn hye lude addir andir getreide, so gebit der wayn vir pfhen., der karre andirhalbin; von deme pfherde, daz do treyt her adir von hynnen, gebit eynen pfhen.

§ 17. Wer enczel gewant her furit, so gebit yo daz stucke eynen pfhen., und eyner, der is koufit und vorbaz vorkoufin wil, gebit ouch eynen. Von dem, daz man hye macht, wer daz kouft, der gibit eynen pfhen[36]. Welchirleye gewant eyn man von hynnen czu marcte furit, der gebit keynen czol.

§ 18. Welch gast rade[37] von hynnen furin wil, der gebit von sechz radin eynen pfhen.

§ 19. Hanf gebit nicht; wer yn abir yn eyn andir lant furin wil, zo gebit der wayn vyr pfhen.

§ 20. Hundirt lampfel[38] gebin vumf phen., von grosin huten[39] io von der hut eyn scherf[40].

§ 21. Eyn fudir wollen gebit virczen pfhen., von deme steine eynen pfhennync[41].

§ 22. Eyn iclich vremde kremer gebt alle marctage eyn scherf, dy armen eynen leffil adir czwene, dy vremden gleser eyn scherf, dy vremdin sicheler von dem tysche eynen pfhen., von deme wayne virczene, von den sensin, dy us dem gerichte sin, dy si vorkoufin wollin, dy sense gibt eyn scherf.

§ 23. Was man von getreide uf der Elbin von hynnen furit, zo gebit daz maldir drey pfhen. Brengit abir eyn gast getreyde uf der Elbin adir wyn adir waz her brengit, ledit herz wol yn eyn andir schif, is yn gebit nicht; kummit is abir uf daz lant, so ist is czolhaft. Waz yn der Elben hye vorget, vlos adir waz is sy, daz gebt nicht.

§ 24. Eyn knobelouch- addir eyn czwippolwain gibit vir pfhen[42].

§ 25. Von eynem bachin[43] eynen pfhennync, von der sytin[44] eyn scherf; wer is abir selbin essin wil, der gebit nicht.

§ 26. Wer korn seyn[45] wil adir essin, der gebit nicht; wil her is abir vorkoufin, so gebit her von vyr scheffelin eynen pfhen., ab her wol yn dem lande gesessin sy.

§ 27. Eyn weitwayn[46] gebt virczen pfhennynge; von deme wayne, der do louchsamen treit, gibt man virczen pfhen[47].

§ 28. Eyn fudir honygis virczen pfhen., daz halbe zebene, daz virteil virdehalbin, von der sturnczen eynen pfhen[48].

§ 29. Welch herincwayn mynner truge denne eyne halbe last, do gehorit gnade czu.

§ 30. Alle topphere gebin hy nicht; varin sy abir hy durch, zo gibt der man eyn scherf.

§ 31. Waz eyn man uf eyme wayne her brengit und legit is denne uf eynen anderen wayn, der gibt czwene czolle; fure her abir von hynnen mit demselbin waine, so gibt her nicht me denne synen czol.

§ 32. Von eyme czubir vische, der von hynnen vure, der gibt drey pfhen.

§ 33. Waz eyn man von hynnen furit, der gibt alzo vil alzo iener, der is her brengit.

§ 34. Waz man her brengit czu sente Johannestage[49], daz mus zcollin alz dovor, ane dy kremer alleyne. Gevile abir der marctag an den virden tag noch sente Johannestage, so musen dy kremer czollin.

§ 35. Von eyme tusunt buntverkis[50], daz hye durchgeit, gibt man eyn loet; daz man hy vorkoufit, gibt sechs pfhennynge.


  1. Cod. dipl. Sax. reg. I. 1, 268.
  2. Kehr, Urkundenbuch des Hochstifts Merseburg I, 141 f.
  3. Cod. dipl. Sax. reg. II. 5, 337 ff.
  4. Tittmann, Geschichte Heinrichs des Erlauchten I. 195.
  5. 1336 Apr. 23, Cod. dipl. Sax. II. 12, 64.
  6. Gedruckt bei Ermisch, Das Freiberger Stadtrecht S. 267 ff. (auch Cod. dipl. Sax. II. 14, 154).
  7. 1444 Nov. 19, Cod. dipl. Sax. II. 12, 166.
  8. Cod. dipl. Sax. II 15, 28, 45.
  9. Orig.-Perg. im Hauptstaatsarchiv Dresden Dep. O. Nr. 30 (kurz erwähnt in C. S. Hoffmanns Histor. Beschreibung der Stadt, des Amts und der Diözese Oschatz I. 236). Der Tarif lautet: Czum irsten von iczlichim weytwayne (Wagen mit Waid) eynen Misnischen groschin, von dem lederwayne czwene groschin, von dem wachswayne vierdehalbin groschin, von eynem gelusenten (sic!) salczwayne hyndene vnde vorne acht heller, von eynem spiczenwayne (sic!) sechs heller, von eynem salczkarren vier heller, von eynem wayne der spiczerie furit vier heller, von eynem wayne der czentenergut furit vierdehalbin groschin, von iczlichim tuche vier heller, von eynem rubenwayne (Wagen mit Rüben) vier heller, von eynem virteil wyns czwene groschin, von eynem halbin fudir birs sechs heller, von eynem iczlichin rynde vier heller unde von iczlichim schaffe unde swyne czwene heller und von iczlichir pfiffen ols vir groschin.
  10. Cod. dipl. Sax. II. 6, 105. Vgl. Mitteilungen des Vereins für Chemnitzer Geschichte 4, 197.
  11. Schuberth, Chronik der Stadt Großenhain S. 174 f.
  12. Hauptstaatsarchiv Dresden Loc. 8586. Stadtbuch von Dresden 1404–1437 Fol. 53.
  13. Dresdner Geschichtsblätter Jahrg. I. Nr. 4 S. 45 ff.
  14. Cod. dipl. Sax. II. 5, 1. Vgl. Richter, Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte von Dresden I. 272.
  15. Cod. dipl. Sax. II. 5, 39.
  16. Cod. dipl. Sax. II. 5, 43.
  17. Den der Herrschaft Königsbrück zustehenden Geleitszoll (vgl. Knothe, Der Brückenzoll zu Dresden und die Burggrafen von Dohna auf Königsbrück, in v. Webers Archiv f. d. Sächs. Gesch. I. 425 ff.) und den Augustusbrückenzoll (Richter a. a. O. 273 f. Lehmann in den Dresdner Geschichtsblättern III. 262 ff.) können wir hier ganz außer acht lassen.
  18. D. h. das bedarf besonderer Vereinbarung. Vgl. die Pirnaer Zollrolle von 1325. Cod. dipl. II. 5, 337 Z. 6 von unten: fiat gracia. Die Pirnaer Zollrolle ist im Folgenden mit P unter Beifügung der Seitenzahl zitiert.
  19. Wagen mit Eisen.
  20. Wagen mit Stahl. Currus adducens calibem quatuor dabit denarios. P (S. 340).
  21. Currus adducens falces vel gladios. P (S. 340).
  22. Currus allecium . . . dabit quatuordecim denarios . . ., currus allecium ducens minus quam mediam massam de qualibet maisa dabit duos denarios . . . Item tyna piscium eidem, quod maisa vel tunna allecis solvet, theloneo subjacebit, currus vero piscium quatuordecim denarios . . . solvet. P (S. 339). Die „meyse“ ist ein Hohlmaß für Fische.
  23. Wagen mit Tuch.
  24. Currus carnes adducens dabit quatuordecim denarios. P (S. 339).
  25. Wagen mit Zinn.
  26. De massa stagni, plumbi vel cupri . . . medius ferto detur, centenarius predictorum duos det denarios. P (S. 338).
  27. Lapis arvinae, lapis sepi ad inferiores partes ducendus unum tantum, si autem ducetur trans Albeam vel in Boemiam denarios duos dabit. P (S.339).
  28. Lapis cerae tres denarios. P (S. 339).
  29. De lapide slifstein unum denarium. P (S. 338).
  30. Steinplatte.
  31. Lapis dictus Schale unum solvet denarium. P (S. 338).
  32. Vendens equum unum denarium, emens eundem similiter unum denarium. P (S. 339.)
  33. De bove unus detur denarius. P (S. 339).
  34. De porco, sive pellatur sursum sive infra, unus denarius, de capra dimidius, de hirco etiam denarius est solvendus, de tribus ovibus unus denarius. P (S. 339).
  35. Currus adducens saccum humuli quatuordecim. P (S. 339).
  36. Pannus in Drezden factus et venditus unum denarium, pannus in civitate incisus si deportatur nihil det et omnis pannus praecisus nihil dabit. P (S. 338).
  37. Räder.
  38. Lammfelle.
  39. Häuten.
  40. Centum cutes hircini vel bovini corii decem denarios, centum cuticulae agnellinae dimidium lotum, centum vero hircinae pelliculae quatuor denarios dare debent; cutis recens seu cruda dimidium dabit denarium. P (S. 338).
  41. Lapis lanae infra ducendus unum denarium dabit ... P (S. 339).
  42. Ccurrus ceparum duas ristas, similiter currus allei duas ristas dabit. P (S. 340).
  43. Schinken.
  44. Latus carnium alterum medium denarium. P (S.339).
  45. Säen.
  46. Wagen mit Waid.
  47. Centenarius seminis porri duos grossos. P (S. 340).
  48. Item de carrata mellis detur unus ferto. Mensura sturnicz dicta mellis in Boemiam ducenda tres solvet denarios; currus mellis veniens de Budissin vel de Drezden seu de quocumque alio loco quatuordecim denarios solvere teneatur. P (S. 338).
  49. Über den Johannismarkt vgl. Richter, Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte von Dresden II. 297.
  50. Pelzwerk.