Die Abbitte


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Die Abbitte.


Selinde sah vor wenig Tagen
Den jungen Damon freundlich an:
Wie konnt ich einen Blick vertragen,
Der viel, sehr viel bedeuten kann!

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Ich wollte sie alsbald verlassen,

Und schwur: ich wollte nimmermehr
Sie wieder sehn, ja, sie gar hassen, – –
Wenn es mir möglich wär.

Sie rieb die schönen Augenlieder,

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Und hub sie schmachtend in die Höh:

Dann fiel ein falsches Thränchen nieder
Wie Morgenthau auf jungen Klee.
Drauf rang sie ihre weißen Hände,
Und seufzt ein halb gebrochnes Ach!

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Ich – – sah erschrocken an die Wände,

Und – – seufzte heimlich nach.

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Sie wollte mir darauf entrinnen:

Und ach! was hatt ich ihr gethan?
Durch Seufzen war nichts zu gewinnen;

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Drum fing ich laut zu weinen an.

Ich warf mich nieder: auf den Knieen
Stellt ich ihr meine Reue dar:
Daß ich – – daß ich ihr schon verziehen,
Daß ich – – zu ehrlich war.