Die Bienen


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Die Bienen.


In einem Bienenstock entspann sich einst ein Streit
Der bürgerlichen Eitelkeit;
Mit einem Wort, ein Streit der Ehre,
Wer edler und unedler wäre.

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O! rief die stachlichte Parthey,

Was braucht man lange noch zu fragen,
Wer besser oder schlechter sey?
Wir, die wir in den warmen Tagen
Die Höschen in die Zellen tragen,

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Und stets mit Kunst beschäfftigt sind,

Daß unser Rost von Honig rinnt;
Wer sieht es nicht, daß wir die Bessern sind?
Was braucht man also noch zu fragen?

     So? fielen hier die andern ein,

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Wo wird denn euer Honig seyn,

Wofern wir nicht das Wasser künstlich tragen?
Daß euer Stachel uns gebricht,
Dieß schadet unserm Werthe nicht.
Genug, daß wir das Amt getreu verwalten,

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Wozu der Staat uns für geschickt gehalten.

So niedrig unsre Pflicht euch scheint,
So soll euch doch der Ausgang lehren,
Daß wir mit euch zugleich vereint
Zur ganzen Republik gehören.

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Sie trugen drauf kein Wasser mehr.

Nun mußten die, die Honig machten,
Fliehn, oder in der Brut verschmachten,
Und viele Zellen wurden leer.

     Der Weiser rief darauf den Rest der Unterthanen,

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Um sie zur Eintracht zu ermahnen.

Der Unterschied in eurer Pflicht
Erzeugt, sprach er, den Vorzug nicht.
Nur die dem Staat am treusten dienen,
Dieß sind allein die bessern Bienen.