Die Freuden

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          Die Freude.[1]

     Es flattert um die Quelle
     Die wechselnde Libelle,
     Mich freut sie lange schon;
     Bald dunkel und bald helle,

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     Wie der Chamäleon,

     Bald roth, bald blau,
     Bald blau, bald grün;
     O daß ich in der Nähe
     Doch ihre Farben sähe!

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Sie schwirrt und schwebet, rastet nie!

Doch still, sie setzt sich an die Weiden.
Da hab' ich sie! Da hab' ich sie!
Und nun betracht' ich sie genau,
Und seh' ein traurig dunkles Blau —

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So geht es dir, Zergliedrer deiner Freuden!



  1. WS: Druckfehler in der angegebenen Quelle, der
    korrekte Titel lautete Die Freuden. (siehe: Goethes
    Werke. 143 Bde. Weimar 1887-1919. [Weimarer
    Ausgabe]., Abt. 1, Bd. 1, S. 382)