Die Hauptmedicin


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 Die Hauptmedicin.


Ich bin kein Gelehrter, zum Denken gemacht,
Ich bin kein Soldat für die brüllende Schlacht,
Laß And’re sich quälen, laß And’re sich müh’n,
’Ne dickleib’ge Flasch’ ist die Hauptmedicin.

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Ich neid’ nicht den König, doch dien’ ihm mit Treu’,

Veracht’ nicht den Bettler, so niedrig er sei,
Doch ’ne lust’ge Gesellschaft wie Ihr, reißt mich hin,
Und ’ne Flasche wie die, ist die Hauptmedicin.

Dort reitet der Bau’r auf seinem Bruder – dem Pferd;

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Sie sind alle Beid’ nicht ’nen Schilling mir werth;

Um tägliches Brot sich die Handelsleut’ müh’n,
Für mich ist die Flasche die Hauptmedicin.

[120] Das Weib meines Herzens, im Frühjahr sie starb,
Im Kirchstuhl um himmlische Tröstung ich warb,

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Nachher jedoch schlich ich zur Weinstube hin,

Und fand in der Flasche die Hauptmedicin.

Ward ’mal überredet zur Speculation,
Doch kam ich gar übel berathen davon; –
Da sah’ ich das Wirthshausschild feurig erglüh’n,

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Und ’ne glorreiche Flasche ward mir Medicin.


D’rum füllet die Becher und füllt sie hübsch voll,
Dem Frohsinn der erste gebracht werden soll,
Und, wenn einmal Sorgen das Haupt Euch umzieh’n,
Die Flasche sei stets Eure Hauptmedicin. –