Die Lebensalter (Herder)


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 Die Lebensalter.

Wie die Blätter, die sich die Blumenliebende Hora.
     Auf den Zweigen erzieht, wenn sie die Sonne beglänzt,
So blühn wenige Zeit wir in der Blüthe der Jugend
     Frölich und kannten da Böses und Gutes noch nicht.

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Aber es stehn die Parzen uns schwarz zur Seite, die Eine

     Spinnet den Faden zum Ziel grämlichen Alters hinan,
Bis die andere schneidet, den Tod uns. Wenige Jahre
     Glänzet der Jugend Frucht, unter der Sonne Glanz;

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Und ist diese vorbei, die Zeit der geniessenden Tage,

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     Ach da wünschen wir uns lieber als Leben den Tod

Denn da treffen die Seele gar viel Beschwerden; den Einen
     Häuslicher Kummer, ihm müht Armuth den traurenden Geist.
Jener wünschet sich Kinder und wenn er am meisten sie wünschet
     Muß er zur Erd hinab in der Geschiedenen Reich;

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Diesem quälet den Leib die Muth-auszehrende Krankheit

     Keiner der Sterblichen ist, der nicht viel Böses erlebt. – –