Die Nonne (Uhland)

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Die Nonne.

Im stillen Klostergarten
Eine bleiche Jungfrau ging;
Der Mond beschien sie trübe,
An ihrer Wimper hing

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Die Thräne zarter Liebe.


„O wohl mir, daß gestorben
Der treue Buhle mein!
Ich darf ihn wieder lieben;
Er wird ein Engel seyn,

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Und Engel darf ich lieben.“
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Sie trat mit zagem Schritte
Wohl zum Mariabild;
Es stand im lichten Scheine,
Es sah so muttermild

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Herunter auf die Reine.


Sie sank zu seinen Füßen,
Sah’ auf mit Himmelsruh’,
Bis ihre Augenlieder
Im Tode fielen zu;

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Ihr Schleier wallte nieder.