Die Zeit ist hin


[102]
Die Zeit ist hin.


Die Zeit ist hin; du löst dich unbewußt
Und leise mehr und mehr von meiner Brust;
Ich suche dich mit sanftem Druck zu fassen,
Doch fühl ich wohl, ich muß dich gehen lassen.

5
So laß mich denn, bevor du weit von mir

Im Leben gehst, noch einmal danken dir;
Und magst du nie, was rettungslos vergangen,
In schlummerlosen Nächten heim verlangen.

Hier steh ich nun, und schaue bang zurück;

10
Vorüber rinnt auch dieser Augenblick,

Und wie viel Stunden dir und mir gegeben,
Wir werden keine mehr zusammen leben.