Die erste Wochensuppe


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Die erste Wochensuppe.
Originalgemälde von Rudolf Jordan.

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Die erste Wochensuppe.


„Die Barke wendet rasch zum Strand!“
Den Schiffer zieht von trauter Stätte
Die froh’ste Botschaft an das Land:
Ein Knäblein schmückt sein Ehebette!

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O wie das Meer sich heute dehnt,

Wie träge sich die Segel bauchen –
Und die beglückte Mutter sehnt
Sich nach des Gatten treuen Augen!

Da endlich ist das Haus –

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Die Thür – das Himmelbett im Stübchen:

Zwei Arme strecken stolz sich aus
Und halten hoch ihm hin sein Bübchen.
Was er zuerst geküßt, geherzt?
Das Weib? das Kind? Wer kann es wissen!

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Er herzt und küßt und weint und scherzt;

Vom Sturm der Wonne hingerissen.

Und nun der liebsten Augen zu
In der Genesung Schlummer fielen,
Wie wacht er über ihre Ruh’,

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Wie leis’ berührt sein Fuß die Dielen!

Da blüht noch einmal auf die Zeit
Und all' die Lust der Flitterwochen,
Da wird’s dem Mann zur Seligkeit,
Das Wochensüppchen selbst zu kochen.

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Und wenn zum ersten Male dann

Sanft ruhend in des Lehnstuhls Kissen
Die Gattin den geliebten Mann
Belauscht so frauendienstbeflissen:
Wie selig lächeln Beide doch –

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Und Jedes möcht’ es gern verhalten –

Die Gattin über ihren Koch,
Der Gatte über all sein Walten!

Kein Augenblick ist freudenleer,
Wo ließ ein solches Glück sich nieder:

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Die Blicke scherzen hin und her

Und finden stets beim Kind sich wieder.
Und ruht im Arm ihm Weib und Knab’,
Wird ein Gebet sein Herz bewegen:
„O Gott, vom Himmel gieß herab

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In meinen Himmel deinen Segen!“
Friedrich Hofmann.