Diotima

[274] Diotima.

Du schweigst und duldest, und sie versteh’n dich nicht,
Du heilig Leben! welkest hinweg und schweigst,
     Denn ach, vergebens bey Barbaren
          Suchst du die Deinen im Sonnenlichte,

5
Die zärtlichgrossen Seelen, die nimmer sind!

Doch eilt die Zeit. Noch flehet mein sterblich Lied
     Den Tag, der, Diotima! nächst den
          Göttern mit Helden dich nennt, und dir gleicht.
 

Hölderlin.