Einer Unglücklichen


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Einer Unglücklichen


Ich kenne die harten Züge
Und den trocknen Durst am Mund,
Und wäre beides nur Lüge,
Gäb es dein Auge kund.

5
Ich horche an deinem Herzen,

Was zehrendes Fieber spricht
Und lese in deinen Schmerzen
Das Wort: Ich darf ja nicht.

Ich kann dir die Ruhe nicht geben,

10
Doch hab ich dich lieb, mein Kind,

Wie alle, die so im Leben
Klagelos einsam sind.