Ez verlôs ein ritter sîne scheide


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L 77


Ps-N
H: XLIV,1
I
C 195


Ez verlôs ein ritter sîne scheide.
     dar umb wart einer frouwen alsô leide.
 
sî sprach: ‘herre, ich will iu eine lîhen,
     der will sich mîn leider man verzîhen.
 

5
des ist niht lanc daz ers verwarf.

     und kumt er mir der ir bedarf,

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wie wol ich in dran handel!

     dem gibe ich sî gar âne wandel.’


II
C 196


„Frouwe, lât mich eine rede wizzen,
     ob sî zuo dem orte iht sî verslizzen.“
 
‘nein sî, ûf mîn sêle und ûf mîn triuwe!
     ich gap sî mînem leiden man für niuwe.

5
sî ist dicke als ein bret,

     niuwan an der einen stet,
dâ ze dem hengelriemen.
     daz enschadet iu noch ander niemen.’


III
C 197


Er wolt sîn mezzer in die scheide schieben.
     dô begunde sich diu klinge biegen
 
her wider rehte gegen deme hefte;
H:
XLIV,20
     doch brâht er sî drin mit sîner krefte.
 

5
schiere het er wider gezogen.

     „ez habe ein swarziu krâ gelogen,
wer solte des getrûwen?“ [„Wohl Worte des Ritters“ W. Kom]
     ‘zieht wider: diu würze ist noch niht gebrûwen!’