Fariglioni


[114]
 Fariglioni.

Wo schroff zum Meer
hinabstürzt der Klippen zackigste, im Äther
Das mövenumkreiste Haupt und in der Fluth
Die grüne, muschelumklammerte Sohle badend –

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Da sitz' ich stundenlang und träum'

Und sinn' hinaus in dämmernde Fernen,
Bis mählich am Horizont
Des Sonnenwagens leuchtende Purpurfurchen
Verglimmen, und von den Höh'n,

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Ein sammt'ner Falter, der Abend

Herniedersinkt mit thauschwerem Flügelpaar. –

Das glüh'nde Haupt
An die Felsbrust gelehnt, den Blick
In's Weite verloren, lausch' ich hinaus ....

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Es nah'n mir dann

Im Schwebe-Rhythmus der Wogen,
Schaukelnd und gaukelnd
Und lockend wie sie,
Die Träume all', die einst meine Seele befeuert.

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[115] Du räthselhafte Seele,

Warum nicht hieltst du sie?
Was zwang dich,
Sie preiszugeben, die gold'nen,
Die glückeslüstern du schon

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Am Fittich erfaßt?

War's Stolz?
War's Trotz? Oder wär's
Von Ewigkeit her
Des Dichters Verhängnis: einsam,

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Und nur vom Adlerfittich des Leid's

Die Stirn umweht, zu hausen
Im Ocean des Lebens, wie dort
Im kreisenden Wellenschooß die Fariglioni? –