Fernsicht


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Fernsicht.

Auf des Berges höchstem Scheitel
     Steh’ ich allezeit so gerne,
Wandersehnsucht, Wunderahnung
     Zieht mich nach der lichten Ferne.

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Und im Herzen hör’ ich’s rauschen,

     Jubelschlag von Adlerschwingen,
Und es wähnt die trunkne Seele,
     Durch’s Unendliche zu dringen.

Doch wie bald wird’s bang’ und öde,

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     In dem schwindlich weiten Raume,

Und nach einer Stelle flücht’ ich
     An der Berge blauem Saume.

Schwimmen doch wie sel’ge Inseln
     Wollig weiche Wolken drüber,

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Und nach deinen lieben Augen

     Fliegt mein müdes Herz hinüber.

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Ja, ich seh’ dich grüßend wallen
     Durch die fernen Lichtgefilde,
Und mein Wähnen und mein Träumen

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     Wird mir zum lebend’gen Bilde.