Fortuna (Heine)

[201]

 XVIII.
 Fortuna.

Frau Fortuna, ganz umsunst
Thust du spröde! deine Gunst
Weiß ich mir, durch Kampf und Ringen,
Zu erbeuten, zu erzwingen.

5
Ueberwältigt wirst du doch,

Und ich spanne dich in’s Joch,
Und du streckst am End die Waffen –
Aber meine Wunden klaffen.

Es verströmt mein rothes Blut,

10
Und der schöne Lebensmuth

Will erlöschen; ich erliege
Und ich sterbe nach dem Siege.