Frühlingsgruß


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Frühlingsgruß.
Mit Abbildung.

An des Winters Nebelgrenze
Seid gegrüßt vom jungen Lenze
     In der alten lieben Welt!
Freut Euch, daß im festen Kreise

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Seiner ew’gen Feierweise

     Wieder er den Einzug hält!
Wie der Geister Drang auch ringe,
Bleibt doch fest im Kranz der Dinge
     Uns das Ewige gestellt.

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Da noch Winterstürme drohten,

Wieder sind’s die treuen Boten.
     Die der Lenz zu uns gesandt:
Hoch ob Firn- und Wogenhügeln
Eilen auf der Sehnsucht Flügeln

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     Schon die Schwalben in das Land,

Und zum Trotz dem kalten Hauche
Bricht die Blüth’ an Baum und Strauche
     Grüßend ihrer Knospen Rand.

Also wird es ewig bleiben,

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Wie der Menschheit rastlos Treiben

     Auch nach fernen Zielen ringt,
Wie sie auch den Blitzesfunken,
Da nun Furcht und Wahn gesunken,
     Kühn in ihre Dienste zwingt,

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Daß, wo Blüth’ und Schwalbe locken,

Er im Nu durch Dräht’ und Glocken
     Botschaft fernen Völkern bringt.

Endlos reißt im Wandelleben
Fort den Menschengeist das Streben,

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     Zu bewält’gen Blitz und Erz –

Endlos – bis zur Nebelgrenze! –
Ohne Wandel nah’n die Lenze,
     In dem Schooße Luft und Schmerz.
Könntest, Schwalben gleich und Blüthen,

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Du erfrischen und behüten,

     Lenz, doch auch – das Menschenherz!

Friedrich Hofmann.
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Boten des Frühlings.
Originalzeichnung von Albert Richter.